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18.8.2009 von sabina voice.
Dieses MAN, wer oder was ist das eigentlich? Ich bediene mich auch immer wieder dieser Verallgemeinerungen, obwohl ich weiß, dass es dieses MAN nicht gibt. Ich müsste eigentlich ständig differenzieren. Vielleicht sollte ich besser von Tendenzen sprechen, doch selbst die sind immer relativ. Das macht die Sache so kompliziert.
Was macht MAN also und was nicht und wer gibt uns das vor? Jeder Bereich in unserem Leben funktioniert nach seinen eigenen Regeln. Noch längst nicht immer passen Sie zusammen, weil es keine einheitliche Regel für alles gibt, oder etwa doch? Ich war die ganze Zeit auf der Suche nach einer Gemeinsamkeit, eines roten Fadens.
Christen predigen: “Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!” und verhalten sich im Alltag nicht selten ausgesprochen unchristlich ihren Mitmenschen gegenüber. Die Politik will uns Menschen lenken, und weiß selbst nicht, wie man ans Ziel kommt. Moral verbietet etwas, worüber zwei Menschen sich nicht einmal einigen könnten.Wonach soll sich eine Person richten, die schließlich nicht alleine auf dieser Welt lebt und in einem bestehenden System bestehen will?
Meine Handlungsmaxime beruhen nicht auf den klassischen Vorgaben der Moral, Politik oder Religion als solche, sondern verknüpfen diese in den Punkten, die ICH für richtig halte!
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9.5.2009 von sabina voice.
Wir hechten durch die Straßen, parken logistisch geschickt direkt vor der Haus- oder Ladentür, wir lieben kurze Wege und dabei treffen wir uns kaum noch. Wir arbeiten viel und erwarten viel vom Leben. Und irgendwann kommen wir an den Punkt, wo wir gar nicht mehr wissen, wofür wir das tun. Was wollen wir denn eigentlich? Unsere Beziehungen scheitern daran, dass wir kaum mehr Zeit für Freunde und Bekannte, unseren Partner und sogar unsere Kinder haben. Dabei sind wir so fleißig. Ich wünschte, wir würden wieder lernen, FAUL sein zu können! Aber das scheint nicht in das Bild des ordentlichen Deutschen zu passen. Wem wollen wir irgendwann an dieser Krise die Schuld geben? Der Kultur? Unserer Geschichte? Den Anderen? Und wozu führt das Ganze? Unser Fleiß bringt uns dazu, dass Millionen Menschen auf der Straße sitzen, dass unsere Kinder von Fremden erzogen werden und die durchschnittliche Überlebensdauer einer Ehe bzw. Partnerschaft stetig abnimmt. Da sitzen wir dann irgendwann alleine und haben mehr Zeit, als uns lieb ist. Was für eine Ironie!
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3.5.2009 von sabina voice.
Das sind für mich Werte, die zählen! Ich muss wohl nicht erläutern, was sie bedeuten. Wenn uns diese Umgangsformen abhanden gekommen sind, dann haben wir auf ganzer Linie verloren. Diese Werte gaben uns immer schon den Halt, den wir suchen. Ein ehrliches Nein ist immer noch besser, als eine feige Lüge. Ein klarer Standpunkt besser, als ein diffuses Vakuum. In unserer Welt ohne Grenzen, verlieren wir die Position, weil man ohne Pole keinen Standort bestimmen kann. Die große Freiheit überfordert viele von uns. Wenn unser Tun keine Konsequenzen zu haben scheint, woher soll dann die Motivation für unser Handeln kommen?
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20.11.2008 von sabina voice.
Macht über andere zu haben, ist für viele Menschen ein sehr erstrebenswertes Ziel. Vor allem, wenn sie lange Zeit zuvor eher Ohnmacht als Einflussmöglichkeiten erlebt haben. Gerade dominante Personen mit Führungsqualitäten sind gefährdet, den Vorteil ihrer Intelligenz und Ausdrucksweise, ausschießlich zu egoistischen Zwecken zu nutzen. Dieses “Manager-Symptom”, wie ich es nenne, führte je her zu Krisen und Krieg.
Das Streben nach Macht resultiert aus einem MANGEL-Denken. Wir glauben, wer sein zu müssen und wollen es anderen beweisen, weil wir uns ansonsten minderwertig und klein fühlen würden. Das hat nichts mehr mit gesundem Selbstbewusstsein zu tun. Ein Mensch, der auffällig nach Einfluss und Macht zielt, muss in der Vergangenheit bitterlich damit konfrontiert worden sein, wie es sich anfühlt, wenn man keine Akzeptanz bei anderen findet und sich nicht durchsetzen kann.
Ein selbstsicherer, souveräner Mensch wird zwar auch erfolgreich sein und sich selbst entfalten wollen. Er wird dies aber in einem ausgeglichenen Verhältnis zu anderen Aspekten umzusetzen wissen. In der Regel geht es dabei um ein SACH-Ziel, nicht so sehr um die Person.
Das Ego spielt uns gerne einen Streich. Indem es versucht, uns immer wieder vorzugaukeln, wir müssten für unser Hab und Gut kämpfen, es verteidigen, immer wieder neue Beute machen, weil die Natur klare und harte Gesetze hat. Wir wollen uns immer noch gegen alle möglichen Gefahren absichern, obgleich wir noch nie einen Winterschlaf machten oder tatsächlich einem Wolf begegnet sind.
Unser Ego möchte uns aber auch trennen. Wir halten diejenigen Personen für stark und mächtig, die uns UNABHÄNGIGKEIT vorspielen. Das fängt schon mit kleinen Beweisen an: Wer meldet sich zuerst? Wer gibt immer nach? Wer liegt als Erster auf dem Boden? Wer scheint den anderen mehr zu brauchen?
Es liest sich primitiv und das ist es auch. Allerdings leben wir nicht mehr in der Steinzeit. Man sollte meinen, dass sich der Mensch entwickelt hat. Man sollte annehmen, dass er seine Intelligenz dazu benutzt, seine Instinkte zwar gewinnbringend einzusetzen, ohne über das Ziel hinaus zu schießen. Man sollte meinen, dass er sich selbst im Griff hat. Man sollte meinen.
Es kommt auch hierbei darauf an, welche Annahmen wir über das Leben, die Naturgesetze, die Menschen und über uns selbst zur Grundlage unseres DENKENS machen. Für diejenigen unter uns, für die das Leben ein ständiger Kampf ist, für die ihre Triebe naturgegeben und damit jegliches Verhalten tolerierbar ist, die sich zwar die Körperbehaarung entfernen, doch immer noch auf ihre geschwellte Brust trommeln. Für diejenigen unter uns, wird es weiterhin darum gehen, wer der Beste, Größte, Reichste und Mächtigste ist.
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