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Archiv der Kategorie Innovation

Wahre Typen (truetypes)

Ich mag Menschen mit Persönlichkeit, eigenem Stil, Ecken und Kanten, unangepasst, frech und offen für diese Welt - wahre Typen halt. Vielleicht, weil ich mich auch dazu zähle. Es gibt keine Schublade, in die sie passen, noch irgendein Klischee, das auf sie zutrifft. Keiner gleicht dem anderen. Wenn man ihnen begegnet, spürt man ihre Entschlossenheit, Selbstbewusstsein und Freude, der zu sein, der sie sind und das auch zu leben. Ängste scheinen sie nicht zu kennen, holen sie sich nicht selten blaue Flecken beim Anecken. Sie reden Dir nicht nach dem Mund, haben eine eigene Meinung und lieben trotzdem die Harmonie. truetypesWidersprüche verbinden sie zu Konstrukten, die Kunst des Verknüpfens beherrschen sie, wie kein anderer. Ich wollte kein bisschen anders sein und erfreue mich jeden Tag an der Kreativität mit der wahre Typen die Dinge wandeln können. Es ist also kein Zufall, dass ich mein neues Unterhaltungsprojekt “truetypes” getauft habe. Das Duo für jeden Anlass, individuell und eigen - so wie SIE!            www.sabina-voice.de



Ich hab den schönsten Job der Welt

Eigentlich sind es ja sogar zwei und mehr. Alles, was ich tue, habe ich mir bewusst so gebaut oder ausgewählt. Meist hat es das, was ich wollte (noch) nicht in der Form gegeben und ich musste einige Hürden überwinden, meinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Oft waren es gerade die Rahmenbedingungen, die nicht stimmten. Wenn man innovativ sein will, passt man eben in keine Schublade, man liegt irgendwo dazwischen. So hatte ich in der Vergangenheit mit Ministerien zu tun, mit ganz viel Stirn-Runzeln bei Beratern und ungläubigen Blicken bei Kollegen. Als Betriebswirtin weiß ich sehr wohl, wie Wirtschaften geht und doch muss ich es so, wie es heutzutage überwiegend gelebt wird, nicht unbedingt gut finden. Ich gebe erst Geld aus, wenn ich welches habe und schreibe zwar kleine, aber schwarze(!) Zahlen. Mein vorrangiges Motiv ist nicht nur der Gewinn, sondern das Glück, das ich mit anderen an ihrem und meinem Erfolg habe. Wer kann das schon von sich und seiner Arbeit sagen? Ich brauche keinen Sportwagen vor der Tür und auch nicht das schmucke Haus in erstklassiger Lage oder die Geburtstagsfeier auf Mallorca. Mir schmeckt die Currywurst manchmal besser, als das Vier-Gänge-Menü, dafür liebe ich Champagner. Wenn ich mir vorstelle, wie viele Stunden ich für diesen Luxus arbeiten müsste, welcher Druck auf mir lasten würde, dann genieße ich meine kleine Welt noch viel mehr. Produktiv ist, wer etwas produziert und damit meine ich nicht die Nullen, die ein Minus davor stehen haben. Als kreativer Controller kann ich mir vorher ausrechnen, was ich wirklich brauche und sogar andere davon profitieren lassen, indem ich diese Menschen nicht von mir abhängig mache, sondern vermittle. Auf diese Art und Weise werden auch andere satt, ohne, dass ich den Chef mime. Ich lasse ihnen ihre Freiheit, Risiko gibt es überall. Nein, hier schreibt keine Millionärin, die es geschafft hat, sondern (nur) eine allein erziehende Mutter, die es geschafft hat, die Existenzgrundlage aufzubauen, die sie sich wünschte und das wäre für jeden machbar!



Anders Werben: Eine Botschaft für einen Freund

Für ein Produkt oder eine Dienstleistung werben, ist nicht viel Anderes, als mit guten Freunden kommunizieren. Freunde, die sie vielleicht noch nicht als solche gewonnen haben, die es aber werden sollen. Gute Freunde ruft man ab und zu an und fragt sie nach ihrem Befinden, erzählt dann ein bisschen von sich und bespricht was gerade wichtig ist. Es ist auf jeden Fall keine Einbahnstraße, sondern ein Senden und Empfangen!

Klassische Werbung ist in der Regel einseitige Kommunikation. Ein Feedback ist auch gar nicht erwünscht, denn wer sollte sich auch darum kümmern? Mich wundert es nicht, dass es kaum noch Menschen gibt, die Lust auf eine Befragung haben. Wenn man als Ge- oder Verbraucher nur dazu da sein soll, dem anderen einen Nutzen zu stiften, dann fragt man sich schon, warum man das tun sollte. Schließlich hat es auch keinen zuvor interessiert, ob man sich von der Newsletterflut im E-Mail Postfach gestört gefühlt hat oder die Flyer gut fand, die den Briefkasten zumüllten. Machen Sie sich einen Plan, wann Sie mal wieder Ihre Freund XY anrufen sollen? Schicken Sie ihm regelmäßig eine Mail oder Karte oder eben nur dann, wenn es auch einen konkreten Anlass dazu gibt? Genauso könnte auch kommerzielle Werbung sein: Eine Botschaft für einen Freund: einfühlsam, wertschätzend, angemessen und am Gegenüber interessiert! Damit meine ich nicht das Interesse an ihm als Konsument, sondern eine aufrichtige Neugierde für seine Person, seine Meinung, seine Einstellung, seine Gefühle.

Diese Auffassung von Werbung erfordert selbstverständlich auch eine Anpassung des Werbens. In der heutigen Zeit wachsen auch die Möglichkeiten dazu, was eine große Chance für Veränderung ist. Es werden sich meiner Meinung nach langfristig nur diejenigen Unternehmer am Markt halten können, die diese Zeichen frühzeitig sehen und umsetzen, denn Aufmerksamkeit erreicht man nur dadurch, indem man sich von anderen positiv abhebt!

Der Sog des Neuen

Leben wir heutzutage in einer Phase der Sättigung? Egal wo ich hingehe, selten kommt mir etwas wirklich neu, nie da gewesen, vor. Ich höre mir einen neuen Titel an, verstehe ihn sofort und schon fängt er an, mich nach mehrmaligem Anhören zu langweilen. Selten stoße ich auf wirklich neue Ideen. Es müsste noch nicht einmal wirklich gut sein, aber originell, das wäre schon etwas. Es wird auch immer schwieriger, weil es einfach schon so viel gibt. Doch haben das nicht auch schon unsere Vorfahren gedacht? Wirklich Neues zu schaffen bedeutet fast immer auch, bestehende Mauern einzureißen, sich gegen andere durchzusetzen, mutig und experimentierfreudig zu sein. Selbst Innovationen sind im Umfeld anderer Neuerungen redundant. Dabei sehnt man sich doch geradezu nach etwas anderem.
Da kommt ein neuartiges Handy auf den Markt, die Werbung kommuniziert artig die innovativen Möglichkeiten dieses Produkts und schwub laufen die Konsumenten ohne großes Nachdenken in die Läden, kaufen sich das Gerät, um danach festzustellen, dass sie es gar nicht gebraucht hätten. Innovation verkauft sich von selbst, auch wenn man es danach vielleicht nie wieder kaufen würde. Noch besser wäre es natürlich, wenn man diese auch als langfristig nützlich ansehen könnte. Was war, Ihrer Meinung nach, in letzter Zeit eine wirklich gelungene Erfindung? Was hat Sie vom Hocker gerissen? Vielleicht haben Sie Lust, es anderen und mir mitzuteilen ..

Ideen lassen sich nicht planen ..

Wenn Sie jeden Tag eine Idee haben müssten, würde das wohl schwerlich gelingen. Ideen brauchen die Freiheit zu entstehen. Ähnlich dem Seifenblasen pusten - wo wir behutsam auf etwas Unsichtbares, nicht Greifbares, unsere Luft einströmen lassen und nicht gleich verzagen, wenn sie sofort wieder platzen - brauchen wir Geduld, Ausgeglichenheit, eine ruhige Hand, Selbstbewusstsein und einen unerschütterlichen Glauben daran, dass uns immer wieder etwas einfällt und wir es schaffen werden.
Ideenfindung lebt von verschiedenen Ein- und Ausdrücken. Visionen wachsen auf nahrhaftem Boden und können nur dort gedeihen, wo schon etwas ist und sei es noch so wenig. Dazu können wir etwas Förderliches tun. Wir können diesen Boden stetig gießen und düngen, die zarten Pflänzchen zu anderen stellen, die Sonne darauf scheinen lassen und ihnen Zeit lassen, sich zu entwickeln. Das alles läuft wie von selbst, ohne Druck.
In der heutigen Zeit sind kreative Lösungen immer stärker gefragt und erwünscht um wettbewerbsfähig zu bleiben, dabei sind die Rahmenbedingungen meist alles andere als optimal. Kein gesunder Boden, kaum Licht und wenig Gesellschaft. Kreativität lässt sich nicht planen, aber gut vorbereiten.
Das macht die Sache für Wirtschaftsprozesse auch so schwierig. Dort geht es immer um Termine und Fristen. Die Kunst besteht darin, dem Kreativen das Gefühl zu geben, es gäbe keinen Zeitdruck und doch so stetig an den Rahmenbedingungen zu arbeiten, dass aus dem Samenkorn eine gesunde Pflanze wird.
Der Mensch wollte immer schon seine Umwelt verstehen und kontrollieren und damit planbar machen, doch dafür gibt es kein Patentrezept. Wenn Sie oft genug pusten und die Seifen-Mischung stimmt, dann werden auch schöne, große, bunte Seifenblasen in den Himmel aufsteigen.

 

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