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9.4.2010 von sabina voice.
Mir wurde in meinem Leben einmal sehr schmerzhaft bewusst, dass wir alles jederzeit verlieren können. Sie können sich in dem einen Augenblick noch sicher fühlen und durch eine einzige Botschaft fällt das ganze Konstrukt wie ein Kartenhaus zusammen, je nachdem welche Karte man gezogen hat. Das war der Beginn meiner Entscheidung für Bewusstheit in meinem Leben. Das war die bewusste Entscheidung, unbewusst hat mich dieses Thema schon als Kind fasziniert. Ich bin wie ein Spürhund, der den Dingen auf den Grund gehen will. Warum fordern wir z.B. so viel von uns und unserer Umwelt? Warum sind wir eher unzufrieden, als zufrieden? Warum sagen wir so selten “Danke”?
Spätestens seit diesem einen bestimmten Tag habe ich gelernt dankbar zu sein. Dankbar für all die schönen Stunden, die ich bereits bisher mit meinen Liebsten erleben durfte. Wenn ich auch nicht immer einen konkreten Ansprechpartner vor mir stehen habe, dem ich meine Dankbarkeit zeigen oder sagen kann. Ich spreche sie meist direkt aus, das Universum (oder Gott) wird sie schon weiterleiten. “Ich habe viel, danke dafür!”
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6.4.2010 von sabina voice.
Da wollte ich mal mit meiner knapp 16 Jahre alten Tochter etwas ausgehen und natürlich gehöre ich zu den verantwortungsbewussten Eltern, die mit ihrem Kind nicht überall hin gehen würden. Wir hatten uns einen kultivierten, kleinen Club ausgesucht, in dem ein Freund von mir Platten auflegt. Ich kenne den Betreiber. Ins “Tönnchen” - so nannten wir ihn früher - ging ich bereits, als ich noch nicht so alt wie meine Tochter war.
Was für mich einfach als ein vergnüglicher Besuch einer Tanzveranstaltung geplant war, scheiterte bereits am Einlass. Auch in Begleitung von mir, als leiblicher Elternteil, ließ man uns nicht hinein. Was ich nicht verstand war, dass meine Tochter noch einige Wochen zuvor, mit einem “Muttizettel”, im selben Etablissement - allerdings zu einer anderen Veranstaltung - zugelassen wurde.
Mittlerweile kenne ich mich im gesetzlichen Dickicht besser aus. Das Jugendschutz-Gesetz regelt das Ganze sehr genau, allerdings war für mich nicht gleich eindeutig, wann es sich z.B. um einen Disko- bzw. einen Nachtclubbesuch handelt. In Letzteres würde man sie unter 18 Jahren auch nicht in Erwachsenenbegleitung lassen, was ich auch nachvollziehen kann. Unter einem Nachtclub stelle ich mir auch etwas anderes vor.
Die Broschüre vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (s. Link) ist für Eltern ein guter Ratgeber. Auch wenn man glaubt sich auszukennen, kann man dort noch etwas lernen. So hat man als sorgeberechtigte Person z.B. die Möglichkeit, anderen einen “Erziehungsauftrag” zu erteilen. Eine recht übersichtliche Tabelle gibt darüber hinaus Aufschluss, was im Gesetz, wie, geregelt ist. Ein Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz wird mit hohen Geldstrafen bestraft.
Falls es sich bei diesem Club also um einen Nachtclub nach § 4 Abs. 3, JuSchG, und nicht um eine Diskothek - wie ich annahm - handelt, hat der Türsteher richtig entschieden. Allerdings müssten nach § 3 Abs. 1, JuSchG, die geltenden Vorschriften durch einen deutlich sichtbaren Aushang für jedermann ersichtlich sein. Ich konnte davon nichts entdecken und zog mit einer sichtlich enttäuschten Tochter weiter - ins Varieté.
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10.3.2010 von sabina voice.
Spätestens seit der “Mäusestrategie” wissen wir, dass wir Veränderungen aktiv begegnen können, indem wir nicht darüber jammern, dass es nicht mehr so schön wie früher ist, sondern uns auf den Weg machen, wenn der “Käse” nicht mehr schmeckt oder nicht mehr vorhanden. Wer sich erst einmal darin geübt hat, selbstbestimmt und -bewusst zu leben, wer beweglich genug geblieben ist und es sich zum Ziel gemacht hat, seinen ‘Käse” zu finden, der kann sich kein anderes Leben mehr vorstellen. Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Nur Kleinkinder verschließen die Augen und glauben nicht gesehen zu werden, wenn sie nichts sehen.
Manchen mag es verwundern, dass ich so schnell umschwenke, wenn mir etwas nicht (mehr) gefällt. Manchen Menschen macht es Angst, weil sie Sicherheit in der Beständigkeit suchen. Sicherheit ist ein Konstrukt unserer Fantasie. Nichts auf dieser Welt ist wirklich sicher, außer dass wir einmal sterben. Den Halt, den wir suchen, können wir nur in uns selbst finden. Und so ziehe ich immer wieder weiter, durch dunkle und helle Gassen. Mal scheint die Sonne, mal nicht. Doch wenn es mir irgendwo gefällt, lasse ich mich nieder und genieße den Augenblick. So kann es durchaus sein, dass ich längere Zeit an einem bestimmten Ort, mit einem bestimmten Menschen, bleibe. Ich würde mich wieder auf den Weg machen, wenn es nichts mehr gibt, was mir wichtig ist.
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28.2.2010 von sabina voice.
Früher habe ich gerne gesammelt, nicht exzessiv, aber die Grundtendenz war die, Dinge um mich herum behalten zu wollen, egal, ob ich sie noch brauchte oder nicht. Wenn man ALLES behalten will, dann kann man sich meist schlecht von etwas trennen. Das verwundert mich heute auch nicht weiter, weil ich schon als Kind, Trennungen als sehr schmerzlich erfahren habe. Ehe ICH mich von meinem Mann trennen würde, würde die Mosel bergauf fließen.
Auf der anderen Seite brachte man mir bei, dass man unangenehme Dinge vergessen kann. “Die Zeit heilt alle Wunden!”, war so ein Satz, den ich oft zu hören bekam. Klar beschloss ich, mich im “schnell Vergessen” zu üben. Das Problem war nur, dass ich viel später erst bemerkte, dass ich gar nicht trennen konnte, zwischen dem, was ich eigentlich doch behalten wollte und dem, was ich tatsächlich lieber schnell vergessen hätte.
Irgendwann, als sich etwas Schlimmes ereignete, fing ich an, darüber nachzudenken. Ich nahm mir die Zeit herauszubekommen, warum manche Dinge in meinem Leben scheinbar falsch liefen. Ich schreibe ganz bewusst “scheinbar”, denn das entsprach nicht MEINER Wahrnehmung, es war die, anderer, nahe stehender Personen. Und das, was scheinbar gut lief, machte mich unglücklich.
Ich habe diese Zeit genutzt, mich informiert und weitergebildet, weil ich, in erster Linie, mir selbst helfen wollte. Ich habe mir damals dabei auch von anderen ENTFERNTEREN Menschen helfen lassen und alles genutzt, was sich anbot, um meine Situation zu verbessern. Ich suchte - ganz unbewusst - nach Ressourcen, diesem Dilemma zu entkommen, denn ich fühlte mich nicht wohl damit.
Ich wollte mich trennen können, wenn ich es möchte und nur die Dinge um mich herum behalten, die ich auch WIRKLICH will! Nun, ich habe es gelernt und bin damit sehr zufrieden. Ich gehe schon länger MEINEN Weg und fahre gut damit. Ich bin nicht mehr ganz so vergesslich wie früher, ich achte bei jeder Information, ob sie mir nützlich sein könnte und BEWAHRE sie dann gut auf - in meinem Gehirn, nicht in der Schublade!
Mit den Trennungen habe ich es allerdings immer noch nicht so. Wenn mir einmal ein Mensch sehr nahe gekommen ist, weil ich es ja auch so wollte, dann trifft es mich immer noch hart, wenn er einfach geht und nicht mehr kommt. Schließlich war man ihm aus ganz bestimmten Gründen einmal sehr nahe gekommen. Andererseits mache ich mir manchmal gerne vor, ich könnte ganz ohne.
Auch das habe ich in den Griff bekommen, weil ich auch dort, auf der Suche nach einem Gleichgewicht war und immer wieder bin. Nun sind aber diese Menschen mitunter ähnlich gestrickt, wie ich - was mich auch nicht mehr wundert - und das führt dann schon manchmal zu Schwankungen.
Mein Leben ist ruhiger geworden, ein gemächlich vor sich hin schippernder Kutter. Sicherlich ist es auch das Alter und die Erfahrung, die mein Temperament gebremst haben. Die meisten Personen aus meinem Bekanntenkreis sind darüber eher glücklich, ich dagegen, würde gerne immer wieder einmal meinen Koffer nehmen - in den alles hinein passt, was ich brauche - und einfach hinaus segeln.
Ich tue das auch ab und zu und kenne doch meinen Heimathafen, an den ich immer wieder gerne zurück finde. Ich tue es nun BEWUSST und weil ICH es wirklich WILL! DAS ist es, was MICH GLÜCKLICH MACHT!
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19.1.2010 von sabina voice.
Ich bewundere Menschen, die sich aus mehreren Tausend Metern in die Tiefe stürzen, die wie kleine Marionetten an Fäden hängen, sich auf ein Stück Seidenstoff verlassen und sich den Gewalten von Wind und Erdanziehung stellen. Eine knappe Minute geht es im freien Fall einfach nach unten. Schon der Gedanke daran lässt mich erzittern. “Was muss das für ein Gefühl sein?”, habe ich mich schon des Öfteren gefragt, wenn mir ein guter Freund davon berichtete. Dabei wurde mir noch nie so richtig bewusst, dass ich im Grunde das Gleiche tue, wenn ich auf eine Bühne steige und mich vor das erwartungsschwangere Publikum stelle und singe. Man steht da vorne ganz allein, hat die anderen Musiker im Rücken. Es gibt nur geradeaus und durch, kein zurück. Ich kann mich mittlerweile überall und mit jedem Profi einfach so auf diese Bretter begeben, ohne dass ich überhaupt weiß, was mich genau erwartet. Ich lasse mich einfach fallen und verlasse mich auf mein Know-How und das der anderen. Ich tue es, weil es ein wahnsinnig geiles Gefühl ist. Es kommt ganz aus dir - Du bist einfach Du - und zusammen mit den anderen ein harmonisches Ganzes. Jeder bringt sich mit etwas Besonderem ein, zeigt was in ihm steckt und dabei wirst du immer wieder überrascht. Man pusht sich gegenseitig und lässt es einfach geschehen. Der Rhythmus trägt dich, dein Fallschirm ist der Groove. Und obwohl es so genial ist, frage ich mich vor jedem Gig, warum ich mir das immer wieder antue. Kaum, dass ich einen Ton gesungen habe, weiß ich es wieder. ![]()
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27.11.2009 von sabina voice.
Eigentlich sind es ja sogar zwei und mehr. Alles, was ich tue, habe ich mir bewusst so gebaut oder ausgewählt. Meist hat es das, was ich wollte (noch) nicht in der Form gegeben und ich musste einige Hürden überwinden, meinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Oft waren es gerade die Rahmenbedingungen, die nicht stimmten. Wenn man innovativ sein will, passt man eben in keine Schublade, man liegt irgendwo dazwischen. So hatte ich in der Vergangenheit mit Ministerien zu tun, mit ganz viel Stirn-Runzeln bei Beratern und ungläubigen Blicken bei Kollegen. Als Betriebswirtin weiß ich sehr wohl, wie Wirtschaften geht und doch muss ich es so, wie es heutzutage überwiegend gelebt wird, nicht unbedingt gut finden. Ich gebe erst Geld aus, wenn ich welches habe und schreibe zwar kleine, aber schwarze(!) Zahlen. Mein vorrangiges Motiv ist nicht nur der Gewinn, sondern das Glück, das ich mit anderen an ihrem und meinem Erfolg habe. Wer kann das schon von sich und seiner Arbeit sagen? Ich brauche keinen Sportwagen vor der Tür und auch nicht das schmucke Haus in erstklassiger Lage oder die Geburtstagsfeier auf Mallorca. Mir schmeckt die Currywurst manchmal besser, als das Vier-Gänge-Menü, dafür liebe ich Champagner. Wenn ich mir vorstelle, wie viele Stunden ich für diesen Luxus arbeiten müsste, welcher Druck auf mir lasten würde, dann genieße ich meine kleine Welt noch viel mehr. Produktiv ist, wer etwas produziert und damit meine ich nicht die Nullen, die ein Minus davor stehen haben. Als kreativer Controller kann ich mir vorher ausrechnen, was ich wirklich brauche und sogar andere davon profitieren lassen, indem ich diese Menschen nicht von mir abhängig mache, sondern vermittle. Auf diese Art und Weise werden auch andere satt, ohne, dass ich den Chef mime. Ich lasse ihnen ihre Freiheit, Risiko gibt es überall. Nein, hier schreibt keine Millionärin, die es geschafft hat, sondern (nur) eine allein erziehende Mutter, die es geschafft hat, die Existenzgrundlage aufzubauen, die sie sich wünschte und das wäre für jeden machbar!
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20.9.2009 von sabina voice.
Der klassische Lebensstil ist wohl immer noch die monogame Zweierbeziehung. Diese Lebensform beinhaltet ein scheinbar hohes Maß an Sicherheit. Durch das ständige Zusammensein, das Teilen von Tisch und Bett, den gegenseitigen Abhängigkeiten, ist ein Verlassenwerden unwahrscheinlicher und das Befriedigen gewisser Bedürfnisse eher gewährleistet. In Zeiten, in denen die Versorgungsfunktion von Mann und Frau wichtig für die Erhaltung der Familie ist, gehen diese Beziehungen auch meistens noch gut. Dann nämlich, macht es tatsächlich Sinn, füreinander da zu sein und sich nur einem Menschen zu widmen. Doch sollte es uns zu denken geben, dass sich so viele Menschen trennen.
Die existenzielle Sicherheit der Frau ist durch eine bessere schulische und berufliche Bildung immer mehr gewährleistet, wodurch die Versorgungsfunktion des Mannes immer stärker in den Hintergrund rückt. Und auch die Männer können durchaus für sich selbst sorgen und möchten es auch immer häufiger vorleben. Wir sind also nicht mehr zusammen, weil wir uns BRAUCHEN, sondern, weil wir es tatsächlich WOLLEN! Eigentlich eine schöne Entwicklung, wie ich finde, und trotzdem macht sie vielen auch Angst. Denn aus einer solchen Beziehung könnte sich jeder jederzeit lösen. Aber genau diese FREIHEIT bewirkt genau das Gegenteil! Wenn Sie sich immer wieder aus freien Stücken auf Ihren Partner zu bewegen, dann werden Sie einen wichtigen Grund dafür haben. Dann muss diese Person, für Sie, etwas ganz Besonderes haben, das sie auszeichnet.
Die Angst vor dem Verlassenwerden rührt noch aus unseren Kindheitstagen. Dann nämlich, wären wir alleine noch nicht überlebensfähig gewesen. Heute, als erwachsener Mensch, begleiten uns diese Ängste trotzdem noch recht häufig. Unser “inneres Kind” meldet sich da gerne wieder. Machen Sie sich bewusst, dass Sie niemanden an sich fesseln können und auch niemanden zum Überleben brauchen, außer SICH SELBST! Sorgen Sie für sich und andere, weil Sie es gerne tun und sich und anderen damit Ihre Wertigkeit ausdrücken. SICHERHEIT ist ein Konstrukt unserer Fantasie. Sich “sicher fühlen” bedeutet, auf seine eigenen Fähigkeiten VERTRAUEN zu können.
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14.8.2009 von sabina voice.
Irgendwann machte mich jemand darauf aufmerksam, dass ich ständig am Denken sei. Nachts verarbeite ich die tagsüber gesammelten Informationen. Wenn man mich um drei Uhr wecken würde, erhielte man den genauen Lagebericht, nicht etwa eine wütende Bemerkung. Morgens stehe ich dann mit einem Impuls auf, etwas Bestimmtes zu tun. Dieses ständige Denken ist nicht immer ein bewusster Prozess. Manchmal sind es nur Gedankenblitze, die kommen und gehen, wie sie wollen. Später lernte ich, dass man auch diesen Einfällen keinen Zutritt gewähren muss, dass man auch darüber frei entscheiden kann, WAS man denkt!
Nehmen wir einmal ein konkretes Beispiel: Sie haben bei der Arbeit einen Fehler entdeckt und denken sofort, dass das nur Ihr Kollege verbockt haben kann. Ihr erster Gedanke ist also, dass SIE es NICHT waren, sondern ein anderer. Jetzt suchen Sie nach Beweisen, weil Sie denken, dass es welche geben muss und man damit in der Regel besser belegen kann, dass man eben NICHT SELBST versagt hat. Zu versagen - denken Sie - ist die schlimmste Schande, die jemandem widerfahren kann. Sie gehen also zum Chef und verkünden stolz Ihren Fund. Sie tun es, weil Sie wirklich davon überzeugt sind, dass Sie etwas Gutes für die Firma tun. Die Reaktionen der Leitung sind wie von Ihnen erwartet. Am nächsten Tag bemerken Sie jedoch, dass SIE etwas übersehen hatten ..
Wie wäre es nun besser gelaufen? Wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen soll, gibt es dafür immer einen Grund! Es hilft wenig, wenn Sie nur nach dem Schuldigen suchen. Es ist allerdings schon wichtig zu wissen, wer oder was gerade quer steht! Sie hätten diesen Fehler zur Kenntnis nehmen und Ursachenforschung betreiben können, weil Sie denken, dass das in der Regel zur Lösung eines Problems beiträgt. Vielleicht wären Sie zuerst auch davon ausgegangen, dass es nur Ihr Kollege gewesen sein kann und hätten ihn freundlich darauf angesprochen. Dann hätten Sie sicher relativ zügig erkannt, dass es gar nicht SEIN Fehler war und wären damit dem wahren Grund näher gekommen. Vielleicht hätten Sie dann dabei eingesehen, dass SIE Arbeiten anders ver- und einteilen sollten ..
Vielleicht hätten Sie auch gedacht, dass Sie das nichts angeht und es nicht IHR Problem ist oder Sie hätten diesen Einfall, dass es Ihr Tischnachbar sein könnte, erst einmal verdrängt. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wie es Menschen mit ihrer spezifischen Art zu Denken gibt. Wie auch immer SIE nun darüber denken, bedenken Sie die Folgen! Das, was SIE annehmen ist nicht zwingend DIE Wahrheit und das, was SIE denken vielleicht einfach nur das Resultat Ihrer Erziehung, der Meinung anderer? Warum entscheiden Sie sich nicht einfach dafür, das zu denken, was SIE denken wollen?
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2.6.2009 von sabina voice.
Ich kann einem Menschen sagen, dass er fliegen kann und er wird mich auslachen. Ich kann ihn dann danach fragen, ob er es jemals probiert hat und er wird mir antworten, dass ich ein Narr sei und niemand ohne Hilfsmittel in die Lüfte schwebt. Er wird mir vielleicht die Geschichte der Fliegerei erklären, vom großen Traum der Menschheit, doch er könne es ganz sicher nicht. Ich könnte ihn dann bitten, sich hinzulegen und sich vorzustellen vor einem Abhang zu stehen, ihn versuchen fühlen zu lassen, wie es ist, frei und leicht wie ein Vogel zu sein. Vor seinem geistigen Auge würde es funktionieren und jedes Mal, wenn er in Zukunft auf einer Anhöhe stünde, würde dieser Film ablaufen und er würde das tiefe Verlangen spüren, einfach los zu laufen und die Schwerelosigkeit zu spüren. Wenn er es irgendwann wirklich täte, wäre er ganz allein dafür verantwortlich.
Ich setze mich jeden Tag aufs Neue dafür ein, die Dinge in eine andere, positive Richtung zu wenden, doch ich sage niemandem, dass er fliegen kann! Ich würde ihm Möglichkeiten aufzeigen, wie er sich diesen Traum auf andere Weise realisieren kann, z.B. indem er den Flugschein macht oder auf dem Boden bleibt und eine Ausbildung als Fluglotse beginnt. Und - was noch viel wichtiger ist - ich würde ihn danach befragen, warum er unbedingt die Erde verlassen will. Möchte er sich ab und zu aus der tristen, realen Welt wegschleichen oder fühlte er sich vielleicht immer schon wie ein schwerer Klotz am Bein? Sucht er nach der großen Freiheit oder wäre es einfach etwas, was ihn von anderen unterscheidet? Es gibt unzählige Motive.
In unserer Fantasie können wir überall hin reisen, wenn es uns bewusst ist, dass wir gerade träumen und realistisch genug bleiben, zu erkennen, was wir dafür wirklich, wie, tun können und warum.
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3.5.2009 von sabina voice.
Das sind für mich Werte, die zählen! Ich muss wohl nicht erläutern, was sie bedeuten. Wenn uns diese Umgangsformen abhanden gekommen sind, dann haben wir auf ganzer Linie verloren. Diese Werte gaben uns immer schon den Halt, den wir suchen. Ein ehrliches Nein ist immer noch besser, als eine feige Lüge. Ein klarer Standpunkt besser, als ein diffuses Vakuum. In unserer Welt ohne Grenzen, verlieren wir die Position, weil man ohne Pole keinen Standort bestimmen kann. Die große Freiheit überfordert viele von uns. Wenn unser Tun keine Konsequenzen zu haben scheint, woher soll dann die Motivation für unser Handeln kommen?
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