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8.7.2010 von sabina voice.
Der Drang sich entwickeln zu wollen, liegt - mehr oder weniger ausgeprägt - in jedem von uns. Für mich bedeutet Ent-wicklung das langsame Entwirren und Aufdecken bisher verborgener Talente und ureigenen Wesens mit all seinen Facetten. Mein Fortschreiten - und das der anderen - fordert heraus mitzuhalten, zu überholen, sich mitnehmen zu lassen, andere zu begleiten oder mitzureißen. Auf dieser Fahrt ist es unerheblich, wer gerade führt. Es geht einzig und allein darum, überhaupt auf der Strecke zu bleiben. Wo die Reise endet, ist uns allen bekannt.
Wer etwas besser als andere können will, wird sich dementsprechend mehr anstrengen. Wer besonders schnell sein will, wird sich im Sprinten üben. Der Wettbewerb spornt uns an, mehr zu geben, als wenn wir alleine wären. So sehr wir uns durch ein Merkmal von anderen unterscheiden wollen, so sehr wir auch gewinnen wollen, was wir letztlich wirklich gewinnen, ist Selbstbewusstsein!
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17.6.2010 von sabina voice.
Es ist eine wunderbare Erfahrung, wenn einem bewusst wird, was man alles kann, was man selbst erschaffen hat, ohne fremdes Zutun. Ob das nun ein genähtes Kleid, eine gute Mathearbeit oder ein gemeistertes Projekt ist, das man selbstständig leitete. Die Erkenntnis, dass man ganz aus sich selbst heraus - mit eigener Kraft - etwas Schönes und Gutes produzieren kann, erfolgreich ist bzw. leistet, steigert nicht bloß das Selbstbewusstsein, sondern motiviert und befriedigt zugleich.
Selbstwirksamkeit ist erst einmal ein Gefühl der subjektiven Kompetenz. Wie wir sie beurteilen, hängt u.a. davon ab, was uns und anderen wichtig ist. Eine Leistung wird erst zu einer, wenn wir sie bewerten. Selbst wenn es keine Noten oder Punkte gibt, so bewerten wir unsere Werke, finden sie toll oder hässlich, gelungen oder missglückt. Wenn sich dieses subjektive Gefühl durch den Vergleich mit - oder das Feedback anderer - bestätigt, schöpfen wir daraus Selbstvertrauen und Zuversicht.
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13.6.2010 von sabina voice.
Wer mich kennt, weiß, dass ich in regelmäßigen Abständen ein RESET mache. Ich fahre alles runter, bis auf den Nullpunkt, verweile dort eine kurze Zeit und starte dann wieder neu. Visualisiert sieht dieses Verhaltensmuster wie eine Aneinanderreihung immer größer werdender Haifischflossen aus. Wem das klassische Produktlebenzyklus-Modell bekannt ist - das ich gerne auch auf andere Bereiche übertrage - der kann sich vielleicht vorstellen, dass ich mich davor scheue mit anzusehen, wie etwas den “Bach runter geht”, wie der Volksmund so schön sagt. Ich steige lieber auf dem höchsten Punkt aus, lasse mich fallen, schöpfe neue Kraft und lege dann wieder los. Es hat - zumindest für mich - den Vorteil, dass es nach meiner Wahrnehmung ständig bergauf geht.
In den kurzen Tiefphasen nehme ich mir Zeit für mich selbst. Frei von anderen Einflüssen, kehre ich zu mir zurück, zu dem, was MIR wichtig ist und überdenke meine Ziele und weiteren Schritte. Ich habe immer wieder die Wahl und starte mit einer aktualisierten Bewusstheit ein neues oder altes Vorhaben. Auf diese Weise werde ich sicher viel mehr Zeit für dasselbe Ziel brauchen, als jemand, der den geraden Weg geht. Ich hatte jedenfalls bisher eine Menge Spaß dabei, weniger Leistungsdruck und wer damit langfristig besser fährt, wird sich zeigen .. ![]()
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3.6.2010 von sabina voice.
“Die Theorie ist die eine Seite, aber wie bitte setze ich sie in der Praxis richtig um?” Bücher gibt es eine Menge, in denen schlaue Dinge stehen, doch noch längst nicht jeder ist als Autodidakt geboren. Ich liebe z.B. Betriebsanleitungen, darin wird immer alles so schön Schritt für Schritt beschrieben und ich würde mir wünschen, dass das auch z.B bei Schulbüchern so ist. Die Fachsprache ist zwar der Form nach korrekt, doch was nutzt sie, wenn der Laie sie nicht versteht und nachvollziehen kann? Dummies sind wir alle, solange wir etwas Bestimmtes noch nicht wissen und können. Kaum ein Schüler kann z.B. mit den Inhalten eines Mathematikbuchs wirklich etwas anfangen. Ich habe mir viele angeschaut und nur wenige sind meiner Meinung nach empfehlenswert. Manche schaffen den Spagat zwischen einer verständlichen Alltagssprache und der üblichen Schreibweise.
Andersherum kommt es vor, dass man zwar eine Regel anwenden kann, jedoch den dahinter liegenden Sinn nicht versteht. Wenn ich bisher einen Oberstufen-Schüler befragte, was er mit der Differenzialrechnung berechnet, blieb die Antwort meist aus. Sie wissen, wie man Ableitungen bestimmt und finden auch die Extrempunkte, doch was das Ganze soll, hat ihnen wohl keiner gesagt.
Aus meiner Erfahrung als Coach für Mathematik kann ich berichten, dass es durchaus Lehrer gibt, die es schaffen, gute und verständliche Anleitungen zu formulieren, die die Umsetzung erheblich erleichtern. Das sind sicher diejenigen, die sich noch an ihr eigenes Schülerdasein erinnern können. Es wäre schön, wenn genau diese auch die Lehrbücher verfassen würden ..
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16.5.2010 von sabina voice.
Nicht nur im Beruf ist eine Umorientierung in der Lebensmitte eine große Herausforderung und raubt uns Energie und Kraft. Was sich am Anfang entweder nach großem Glück oder - wenn ungewollt - nach der großen Krise anhört, ist nicht halb so extrem, sondern eine schwierige Aufgabe, die man lösen kann. Ich weiß wovon ich schreibe, denn ich kenne den Ablauf aus eigener Erfahrung sehr gut. Sowohl beruflich, als auch privat, wagte ich einen Neuanfang und tue es immer noch. Es liest sich so leicht in Ratgebern, vielleicht besucht man auch Seminare, aber was da überall NICHT steht, ist, wie man sich dabei fühlt und wie man mit diesen Emotionen umgehen soll. Erfolg ist das Ergebnis eines guten Gefühls!
Das bedeutet, Du darfst NICHT darauf hoffen, dass sich der Erfolg einstellt, wenn Du dies oder jenes erreicht hast, sondern Du solltest versuchen, zuerst mit Dir und Deiner Umwelt zufrieden und glücklich zu sein, so, wie sie sich gerade für Dich darstellt. DAS ist die Schwierigkeit, alles andere läuft fast wie von selbst. Wenn das Gefühl stimmt, dann nutzen auch Anleitungen. Die Frage ist eher, will ich überhaupt noch eine Verbesserung, wenn ich bereits JETZT zufrieden bin?
Wenn man sich z.B. einen neuen Partner wünscht, dann ist man ja erst einmal allein. Man macht sich das Leben mit anderen Dingen schön, genießt Freiheit und Unabhängigkeit, trifft sich mit Freunden und geht zur Massage. Man kann sich auch ohne festen Freund wohlfühlen. Wenn der Wunsch danach groß genug ist, wird man sich immer wieder nach geeigneten Personen umdrehen und sie auch wahrnehmen. Man wird sich mit ihnen treffen und sich offen zeigen. Wer mit sich selbst zufrieden ist, strahlt das auch aus und wirkt damit anziehend auf andere. Ein unglücklicher Mensch dagegen, kann auf noch so viele Partys gehen, sich von allen erdenklichen Personen beraten lassen, er wird mit seinem Kummer alleine bleiben.
Was den Neuanfang im Alter erschwert, sind unsere bisherigen Erfahrungen. Wir wissen, wie es sich anfühlt verlassen zu werden bzw. zu verlieren. Wir haben das bereits etliche Male erlebt. Wir haben irgendwann vielleicht ein Muster erkannt, das wir mit unseren Gedanken auch immer wieder anziehen, eine sich selbst erfüllende Prophezeiung: “So - und nicht anders - wird es immer wieder laufen!”. Dabei ist das Scheitern vorprogrammiert. Es kann nur positiv verlaufen, wenn wir - wie ein Teenager - bereit sind, daran zu glauben, dass es gut wird.
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10.5.2010 von sabina voice.
Die wenigsten Menschen sind mit hellseherischen Fähigkeiten auf diese Welt gekommen, noch wissen sie, wie man aus Gesichtern lesen kann und nonverbale Kommunikation richtig interpretiert. Sie hielten noch nie ein Buch über Körpersprache in Händen, wenn sie nicht gerade eine Verkäuferschulung gemacht haben. Miteinander sprechen ist keine Einbahnstraße und es erfordert in erster Linie die Bereitschaft, sich über sich selbst Gedanken zu machen, seine eigenen Ängste und Wünsche dem anderen mitteilen zu wollen. Viele Missverständnisse resultieren aber genau aus der mangelnden Bereitschaft, sich seinem Gegenüber zu öffnen. Wir wollen angreifen und uns selbst davor schützen. Dabei ist Kommunikation und auch ein Streit keine Kriegserklärung, es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren, Recht haben oder sich behaupten. Es geht um den beidseitigen Austausch von Meinungen und Standpunkten, um das Gewinnen von Klarheit und Bewusstheit, damit es ALLEN besser geht. Wenn Sie wollen, dass es ZUSAMMEN weiter geht, dann gehen Sie einfach auf ihren Partner, Kollegen, Freund zu, achten Sie auf SEINE Art zu kommunizieren und begeben Sie sich auf SEINE Ebene, dann wird er sich auch verstanden fühlen und dasselbe für SIE tun.
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3.5.2010 von sabina voice.
Musik erreicht unser Unbewusstes, mit ihr drücken wir aus, was uns bewegt. Dazu gehören Ängste, Wut und verdrängte Wünsche genauso, wie Freude und Liebe. Selbst wenn Sie den Text nicht verstehen, sie spüren worum es geht. Wenn man wissen will, was die Menschen eines Jahrzehnts bewegt hat, dann braucht man bloß der Musik dieser Phase lauschen. Die Künstler, die der Masse aus der Seele sprechen, werden erfolgreich, vorausgesetzt es ist ihnen wichtig, dass ihre Botschaft gehört wird. Wir können nichts wachsen lassen, wenn es keinen Boden findet, da kann man noch so viele Samenkörner verteilen.
Erfolgreiche Musikmanager sind in erster Linie gute Marktforscher. Sie haben Zahlen und ein Gespür für die Belange ihrer Zielgruppe. Heutzutage z.B. ist Individualität hoch im Kurs, man ist sensibler als früher und möchte sich unbedingt selbst verwirklichen. Das alles verkörpern die Stars des Mainstreams. Wahre Typen sind gefragt, Besonderheiten, sensibel, voller Gegensätze und ein bisschen aufmüpfig, so wie die jungen Wilden, die gerade in der Pubertät sind. Stars sind unsere Vorbilder, sie sollen das leben (können), was wir auch gerne täten. Das ist selbst im erwachsenen Alter noch so.
Heute ist das Leben einerseits einfacher, aber auch schwerer als früher. Es wird mehr von unserer Jugend erwartet und dabei haben sie kaum Gelegenheit sich im Scheitern zu üben, denn auch das muss gelernt sein. Sie können schon früh viel, doch wissen sie nicht wofür. Sie lieben sich früher - mit dem Körper. Sie bräuchten die Stärke und fühlen sich dabei doch noch so schwach. Es hat kaum mehr einer Zeit, ihnen den Halt zu geben, den sie bräuchten. So treiben viele mehr oder weniger ziellos dahin. Hier steht genau, worum es geht, einfach mal die Liedtexte lesen und verstehen: SWR3 Lyrics.
Interessante Lektüre zum Freizeitverhalten und wie die Jugend tickt: Silke Borgstedt/Marc Calmbach: Vernetzt - Verplant - Verschieden
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30.4.2010 von sabina voice.
Der Weg hat mit einer Zeit-Spanne zu tun, das Ziel mit einem Zeit-Punkt. Der Weg eher mit Anspannung, das Ziel mit Entspannung. Auf dem Weg zu sein, bedeutet, dass etwas in Bewegung ist, im Ziel kommt diese zum Stehen. Der Weg und das Ziel sind also Gegensätze, wobei der Weg aus Punkten besteht.
Wenn Sie ein Kind erwarten, dann sind die neun, bzw. zehn Monate bis zur Entbindung mitunter ganz schön beschwerlich. Das Ziel ist eindeutig schöner; das leibliche Kind in den Armen halten zu können. Oder stellen Sie sich vor, Sie lernen für eine Prüfung, weil Sie den Abschluss unbedingt für Ihre Karriere brauchen. Es geht Ihnen dabei weniger um die Inhalte, sondern mehr um den Titel.
Es gibt aber auch den Fall, dass einem der Weg fast mehr bedeutet, als das Ankommen. Wenn meine Erfüllung immer bloß im schnellstmöglichen Erreichen eines Zieles läge, dann würde ich viel Schönes verpassen. Denn in der Regel liebe ich das, was ich tue. Ich genieße das Auf und Ab, die Wellen, die mich mitreißen, tragen und vorantreiben. Meine Neugierde ist die Motivation dazu lernen zu wollen und der Genuss am Erleben lässt mich die Dinge in viele, kleine Einheiten aufteilen, damit ich auch ja lange genug davon habe.
Unsere Leistungsgesellschaft kennt nur den ersten Fall. Wir sind schon dermaßen von diesem Wachstums-Virus infiziert, dass wir kaum mehr im Stande sind, anzuhalten und inne zu halten. Es geht nicht mehr ums Laufen, sondern ums Ankommen, um die Anerkennung des Siegers, um Lorbeeren, Preise und Belohnung. Kein Wunder, dass wir dabei schnell ausbrennen, dass unsere Energie keinen Nachschub bekommt.
Wer nur wegen der Belohnung Strapazen in Kauf nimmt, leidet viel länger, als derjenige, der sich auch am Weg erfreut und sich immer mal wieder eine Pause gönnt.
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18.4.2010 von sabina voice.
Ich nenne es den Pendel-Prozess:
Stellen Sie sich eine Situation vor, die sie als unangenehm empfinden und gerne verändern würden. Sicher haben Sie dazu gleich Bilder im Kopf oder es kommen Ihnen bestimmte Wörter in den Sinn. Nehmen Sie nun ein Blatt Papier und zeichnen Sie eine Linie entlang der Mitte. Auf die linke Seite schreiben Sie genau diese Wörter oder/und malen diese Bilder, alles was Ihnen dazu einfällt. Adjektive und Adverbien sind dazu bestens geeignet das WIE zu beschreiben, Substantive das WAS. Das können Situationen aus dem beruflichen Alltag, aus dem partnerschaftlichen Bereich (auch mit dem geschiedenen Partner) oder im Umgang mit Ihren Kindern usw. sein. Wichtig ist, dass Sie spontan diese Seite ausfüllen. Haben Sie schon angefangen? Legen Sie, vor dem Weiterlesen, los. Es dauert nur 10 Minuten ..
Gut! Nun falten Sie diesen Teil des Blattes nach hinten. Es sollte nur noch die unbeschriftete Seite des Papiers vor Ihnen auf dem Tisch liegen. Was kommt wohl auf diese Seite? Das erscheint Ihnen sicher einleuchtend. Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Möglichkeit Dinge zu verändern, eine Fee würde Ihnen alles ermöglichen, was Sie sich wünschen. Betrachten Sie nun noch einmal, vor Ihrem inneren Auge, diese zuvor beschriebene Situation. Wie würde sie dann aussehen? Was fällt Ihnen dazu ein? Schreiben Sie es auch auf und malen Sie, wie ein kleines Kind, Bilder. Tun Sie es einfach, ohne großes “wenn” und “aber”.. Fertig?
Klappen Sie nun die umgelegte Seite wieder zurück und schauen Sie sich das Kunstwerk an. Sie haben nun bildlich vor Augen, was Sie NICHT (mehr) WOLLEN und was Sie - Ihrer Meinung nach - wollen. Trifft es zu, dass Sie auf der rechten Seite genau das Gegenteil der linken Seite stehen oder gezeichnet haben? Ja? Mich würde es nicht wundern. Vielleicht sind Sie sogar schon dabei, genau das umzusetzen und stecken schon in den Startlöchern. Sicher werden Sie, aufgrund mangelnder Kenntnisse über die andere Seite der Medaille, erst einmal das BEKANNTE VERMEIDEN wollen und zum Gegenteil tendieren. Beispiele:
Sie werden schnell bemerken, dass das andere EXTREM auch nicht viel besser ist, als das, das Sie schon kennen. Es wird andere Nachteile haben, die Sie vielleicht schon erahnen, aber eben NOCH NICHT FÜHLEN können. Und genau darum geht es, um GEFÜHLE! Man kann kein Gefühl vorweg nehmen. Wissen Sie, wie sich ein Krebspatient fühlt? Können Sie sich vorstellen, wie sich Eltern um ihr Kind sorgen oder wie es ist, ein Star zu sein, wenn Sie gesund, kinderlos und “normal” sind? Sich in andere einfühlen zu können ist eine Gabe und trotzdem immer nur eine bescheidene Annäherung an die individuelle Realität.
Wir tun also meistens unbewusst nichts anderes, als uns EINPENDELN. Indem wir uns erst einmal in die konträre Situation begeben, begreifen wir sie auch vollständig. Wir erkennen die Vor- und Nachteile der neuen Verhältnisse und bewegen uns wieder zurück. Dabei werden die Pendelausschläge immer kleiner. Da muss man nicht mehr Millionär werden, sondern es reicht schon ein regelmäßiges Einkommen und ein verändertes Geld-Ausgabe-Verhalten aus. Dieser PENDEL-PROZESS läuft wie von selbst ab. So wie die Schwerkraft bewirkt, dass das Pendel irgendwann stehen bleibt, so finden wir auch - irgendwann - unsere Balance. Nur wer seine Grenzen kennt, kann die Mitte finden.
Im Leben können Sie bestimmen, wie lange Sie auf der anderen Seite verweilen wollen. Das Pendel kann das nicht. Dabei könnte es vielleicht schon reichen, mal kurz in den gewünschten Zustand hineinzuschnuppern. Wenn wir z.B. krank werden, erinnern wir uns daran, dass wir doch nicht so unabhängig sind, wie wir dachten, fühlen uns hilflos und allein. Ein Praktikum in einem anderen Betrieb kann den Wunsch nach einem anderen Beruf schnell verblassen lassen. Auch der ROLLENTAUSCH ist ein probates Mittel, die andere Seite zu ERLEBEN. Vieles relativiert sich mit der Zeit und nicht immer sollte man eingreifen. Jeder Eingriff von außen ist auch eine Störung des Systems. Fragen Sie Eltern ..
Ein Coach kann Ihnen diese Erfahrungen auch nicht vorweg nehmen. Er kann Ihnen aber dabei helfen, das Pendel in Schwung zu bekommen.
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15.4.2010 von sabina voice.
Wann waren Sie zum letzten Mal in einer Prüfungssituation? Ihr Schulabschluss ist Jahrzehnte her, der “Lappen” würde vielen wieder durch die Lappen gehen, wenn sie die Führerscheinprüfung wiederholen müssten. Bis auf die Akkordarbeiter weiß wohl kaum noch einer von uns Erwachsenen was es heißt, unter Zeitdruck und ständiger Aufsicht gute Leistung zu erbringen. Doch genau DAS erwarten wir von unseren Kindern. SIE sollen all das können und erreichen, was WIR NICHT schaff(t)en.
Dabei ist das Gelingen einer schriftlichen Prüfung - z.B. eine Klassenarbeit in Mathematik - ein Term mit vielen Unbekannten. Es fängt bereits mit der situativen, mentalen Kondition an. Seien Sie noch einmal ein Kind und erinnern Sie sich an damals, als Sie schon mit einem mulmigen Gefühl in die Schule gingen. Wissen Sie noch wie Sie sich fühlten, wenn Sie das DIN A4-Blatt plötzlich vor Augen hatten? Überall Text, überall Fragezeichen, überall Lücken, die SIE füllen sollten, während die Uhr tickte! Nicht nur der Puls geriet ins Schleudern, man hatte förmlich das Gefühl, alle Ressourcen seien überall, bloß nicht dort, wo sie gebraucht werden, im Kopf und in den Händen.
Schauen Sie sich doch bitte die nächste Arbeit Ihrer Tochter/Sohn genauer an: Manche Lehrer verstehen es dermaßen gut, die Kids mit vielen unbekannten Zeichen und Begriffen zu verunsichern. SIE wissen sicher was ein Darlehen ist, ein(e) Dreizehnjährige(r) kommt eher selten in die Situation, einen Hausbau zu finanzieren. Wenn Sie nach Sichten der ersten Fragestellung schon nicht wissen wie es geht, werden Sie glauben, alles andere müsse noch schlimmer sein und schon ist die Blockade da! Da können Sie im Vorfeld noch so viel geübt haben. Bloß die “Coolen” machen weiter. Einen kühlen Kopf behalten und auf das Wesentliche konzentrieren, ist eine Fähigkeit, die nichts mit dem Stoff selbst zu tun hat. Das hat man irgendwann gelernt oder eben (noch) nicht. Und das ist leider noch nicht alles. Mehr dazu im zweiten Teil ..
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