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18.4.2010 von sabina voice.
Ich nenne es den Pendel-Prozess:
Stellen Sie sich eine Situation vor, die sie als unangenehm empfinden und gerne verändern würden. Sicher haben Sie dazu gleich Bilder im Kopf oder es kommen Ihnen bestimmte Wörter in den Sinn. Nehmen Sie nun ein Blatt Papier und zeichnen Sie eine Linie entlang der Mitte. Auf die linke Seite schreiben Sie genau diese Wörter oder/und malen diese Bilder, alles was Ihnen dazu einfällt. Adjektive und Adverbien sind dazu bestens geeignet das WIE zu beschreiben, Substantive das WAS. Das können Situationen aus dem beruflichen Alltag, aus dem partnerschaftlichen Bereich (auch mit dem geschiedenen Partner) oder im Umgang mit Ihren Kindern usw. sein. Wichtig ist, dass Sie spontan diese Seite ausfüllen. Haben Sie schon angefangen? Legen Sie, vor dem Weiterlesen, los. Es dauert nur 10 Minuten ..
Gut! Nun falten Sie diesen Teil des Blattes nach hinten. Es sollte nur noch die unbeschriftete Seite des Papiers vor Ihnen auf dem Tisch liegen. Was kommt wohl auf diese Seite? Das erscheint Ihnen sicher einleuchtend. Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Möglichkeit Dinge zu verändern, eine Fee würde Ihnen alles ermöglichen, was Sie sich wünschen. Betrachten Sie nun noch einmal, vor Ihrem inneren Auge, diese zuvor beschriebene Situation. Wie würde sie dann aussehen? Was fällt Ihnen dazu ein? Schreiben Sie es auch auf und malen Sie, wie ein kleines Kind, Bilder. Tun Sie es einfach, ohne großes “wenn” und “aber”.. Fertig?
Klappen Sie nun die umgelegte Seite wieder zurück und schauen Sie sich das Kunstwerk an. Sie haben nun bildlich vor Augen, was Sie NICHT (mehr) WOLLEN und was Sie - Ihrer Meinung nach - wollen. Trifft es zu, dass Sie auf der rechten Seite genau das Gegenteil der linken Seite stehen oder gezeichnet haben? Ja? Mich würde es nicht wundern. Vielleicht sind Sie sogar schon dabei, genau das umzusetzen und stecken schon in den Startlöchern. Sicher werden Sie, aufgrund mangelnder Kenntnisse über die andere Seite der Medaille, erst einmal das BEKANNTE VERMEIDEN wollen und zum Gegenteil tendieren. Beispiele:
Sie werden schnell bemerken, dass das andere EXTREM auch nicht viel besser ist, als das, das Sie schon kennen. Es wird andere Nachteile haben, die Sie vielleicht schon erahnen, aber eben NOCH NICHT FÜHLEN können. Und genau darum geht es, um GEFÜHLE! Man kann kein Gefühl vorweg nehmen. Wissen Sie, wie sich ein Krebspatient fühlt? Können Sie sich vorstellen, wie sich Eltern um ihr Kind sorgen oder wie es ist, ein Star zu sein, wenn Sie gesund, kinderlos und “normal” sind? Sich in andere einfühlen zu können ist eine Gabe und trotzdem immer nur eine bescheidene Annäherung an die individuelle Realität.
Wir tun also meistens unbewusst nichts anderes, als uns EINPENDELN. Indem wir uns erst einmal in die konträre Situation begeben, begreifen wir sie auch vollständig. Wir erkennen die Vor- und Nachteile der neuen Verhältnisse und bewegen uns wieder zurück. Dabei werden die Pendelausschläge immer kleiner. Da muss man nicht mehr Millionär werden, sondern es reicht schon ein regelmäßiges Einkommen und ein verändertes Geld-Ausgabe-Verhalten aus. Dieser PENDEL-PROZESS läuft wie von selbst ab. So wie die Schwerkraft bewirkt, dass das Pendel irgendwann stehen bleibt, so finden wir auch - irgendwann - unsere Balance. Nur wer seine Grenzen kennt, kann die Mitte finden.
Im Leben können Sie bestimmen, wie lange Sie auf der anderen Seite verweilen wollen. Das Pendel kann das nicht. Dabei könnte es vielleicht schon reichen, mal kurz in den gewünschten Zustand hineinzuschnuppern. Wenn wir z.B. krank werden, erinnern wir uns daran, dass wir doch nicht so unabhängig sind, wie wir dachten, fühlen uns hilflos und allein. Ein Praktikum in einem anderen Betrieb kann den Wunsch nach einem anderen Beruf schnell verblassen lassen. Auch der ROLLENTAUSCH ist ein probates Mittel, die andere Seite zu ERLEBEN. Vieles relativiert sich mit der Zeit und nicht immer sollte man eingreifen. Jeder Eingriff von außen ist auch eine Störung des Systems. Fragen Sie Eltern ..
Ein Coach kann Ihnen diese Erfahrungen auch nicht vorweg nehmen. Er kann Ihnen aber dabei helfen, das Pendel in Schwung zu bekommen.
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11.4.2010 von sabina voice.
Viele Beziehungskonflikte im Leben, ob beruflich oder privat, sind auf unterschiedliche Persönlichkeiten zurückzuführen, die aufeinander treffen. Man selbst kann sich manchmal kaum vorstellen, wie anders andere “ticken” können.
Ein Freund von mir - den ich sehr schätze und liebe - will immer alles kurz und prägnant formuliert haben. Ihn langweilen meine ausschweifenden Beziehungsfragen und philosophischen Ergüsse. Er liebt es, wenn ich den Mund halte, und ihm einfach nur zuhöre. Er ist ein klassischer Tüftler, kann nächtelang an Details arbeiten, sucht perfektionistisch nach dem Optimum, selbst wenn man das Haus abreißen würde, in dem er wohnt. Er ist die Ruhe selbst - nach außen hin, kann meine Stimmungen überhaupt nicht nachvollziehen - weil er dafür keine Antennen hat - und liebt seine Freiheit über alles. Er denkt logisch, nähert sich Schritt für Schritt seinem Ziel, hat dabei alle Geduld der Welt und führt alles was er anfängt auch zu Ende. Er könnte mir heute noch sagen, wie der Weg aussah, den wir vor Jahren zum ersten Mal gingen. Er könnte mir sagen, wonach es damals roch, ob die Schafherde Junge hatte, welche Wolken am Himmel zu sehen waren, kurz: Er ist das genaue GEGENTEIL VON MIR!
Da ich nun mal ein Mensch bin, der gerne etwas von anderen lernt, der Neues entdecken will, der immerzu Input braucht, kam mir dieser Typ gerade recht, doch mit ihm auszukommen und ihn zu verstehen, daran wäre ich fast gescheitert. Anfangs wollte ich ihn verbiegen, ihm meine Art und Weise näher bringen, ihn davon überzeugen, dass ICH richtig liege. Das versuchte er auch mit mir und der Machtkampf begann. Heute kommt mir das ziemlich dumm vor, denn das konnte nicht gut gehen. Außerdem finde ich ja viele Eigenschaften von ihm auch sehr positiv und nützlich und ich wäre insgeheim froh, ein bisschen davon zu haben. Ich fühlte zwar, dass es für mich irgendwie sinnvoll sein würde, einem solchen Mann begegnet zu sein, doch es war lange Zeit eine Quälerei für uns beide. Wir haben nur eine kleine Schnittmenge, die wir leben können und doch haben wir auch voneinander gelernt und ich wäre heute in einigen Dingen längst nicht so erfolgreich, wenn ich mir nicht etwas von ihm abgeschaut hätte. Ich bin ruhiger geworden, introvertierter, weniger impulsiv, logischer und kann jetzt auch mal ein bisschen Chaos aushalten. Ich weiß heute, dass ER EBEN SO IST, wie er ist und das ist auch gut so. Ich glaube, er fand so manche Aufregung meinerseits auch nicht so schlimm. Im Gegenteil, so ein bisschen Energie und Lebensfreude steckt jeden an, selbst einen - eher unterkühlt wirkenden - Cowboy.
Für alle, die tagtäglich ihre Mühe mit ihrem Gegenüber haben - ob im Büro oder zuhause - dem sei das folgende Buch empfohlen: “So bin ich eben!” Erkenne dich selbst und andere”, von zwei Trierer Psycho-Fachfrauen: Stefanie Stahl und Melanie Alt. Dort kann man auch einen kleinen Persönlichkeitstest machen. Und vielleicht verstehen Sie bald besser ..
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28.2.2010 von sabina voice.
Früher habe ich gerne gesammelt, nicht exzessiv, aber die Grundtendenz war die, Dinge um mich herum behalten zu wollen, egal, ob ich sie noch brauchte oder nicht. Wenn man ALLES behalten will, dann kann man sich meist schlecht von etwas trennen. Das verwundert mich heute auch nicht weiter, weil ich schon als Kind, Trennungen als sehr schmerzlich erfahren habe. Ehe ICH mich von meinem Mann trennen würde, würde die Mosel bergauf fließen.
Auf der anderen Seite brachte man mir bei, dass man unangenehme Dinge vergessen kann. “Die Zeit heilt alle Wunden!”, war so ein Satz, den ich oft zu hören bekam. Klar beschloss ich, mich im “schnell Vergessen” zu üben. Das Problem war nur, dass ich viel später erst bemerkte, dass ich gar nicht trennen konnte, zwischen dem, was ich eigentlich doch behalten wollte und dem, was ich tatsächlich lieber schnell vergessen hätte.
Irgendwann, als sich etwas Schlimmes ereignete, fing ich an, darüber nachzudenken. Ich nahm mir die Zeit herauszubekommen, warum manche Dinge in meinem Leben scheinbar falsch liefen. Ich schreibe ganz bewusst “scheinbar”, denn das entsprach nicht MEINER Wahrnehmung, es war die, anderer, nahe stehender Personen. Und das, was scheinbar gut lief, machte mich unglücklich.
Ich habe diese Zeit genutzt, mich informiert und weitergebildet, weil ich, in erster Linie, mir selbst helfen wollte. Ich habe mir damals dabei auch von anderen ENTFERNTEREN Menschen helfen lassen und alles genutzt, was sich anbot, um meine Situation zu verbessern. Ich suchte - ganz unbewusst - nach Ressourcen, diesem Dilemma zu entkommen, denn ich fühlte mich nicht wohl damit.
Ich wollte mich trennen können, wenn ich es möchte und nur die Dinge um mich herum behalten, die ich auch WIRKLICH will! Nun, ich habe es gelernt und bin damit sehr zufrieden. Ich gehe schon länger MEINEN Weg und fahre gut damit. Ich bin nicht mehr ganz so vergesslich wie früher, ich achte bei jeder Information, ob sie mir nützlich sein könnte und BEWAHRE sie dann gut auf - in meinem Gehirn, nicht in der Schublade!
Mit den Trennungen habe ich es allerdings immer noch nicht so. Wenn mir einmal ein Mensch sehr nahe gekommen ist, weil ich es ja auch so wollte, dann trifft es mich immer noch hart, wenn er einfach geht und nicht mehr kommt. Schließlich war man ihm aus ganz bestimmten Gründen einmal sehr nahe gekommen. Andererseits mache ich mir manchmal gerne vor, ich könnte ganz ohne.
Auch das habe ich in den Griff bekommen, weil ich auch dort, auf der Suche nach einem Gleichgewicht war und immer wieder bin. Nun sind aber diese Menschen mitunter ähnlich gestrickt, wie ich - was mich auch nicht mehr wundert - und das führt dann schon manchmal zu Schwankungen.
Mein Leben ist ruhiger geworden, ein gemächlich vor sich hin schippernder Kutter. Sicherlich ist es auch das Alter und die Erfahrung, die mein Temperament gebremst haben. Die meisten Personen aus meinem Bekanntenkreis sind darüber eher glücklich, ich dagegen, würde gerne immer wieder einmal meinen Koffer nehmen - in den alles hinein passt, was ich brauche - und einfach hinaus segeln.
Ich tue das auch ab und zu und kenne doch meinen Heimathafen, an den ich immer wieder gerne zurück finde. Ich tue es nun BEWUSST und weil ICH es wirklich WILL! DAS ist es, was MICH GLÜCKLICH MACHT!
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26.1.2010 von sabina voice.
Selbstständige und scheinbar unabhängige Menschen verfügen über eine magnetische Anziehungskraft auf eher passive, abhängige Zeitgenossen. Sie können sich und andere schnell für etwas begeistern und ziehen sie förmlich mit. Wenn wir uns immer nur an - aus unserer Sicht - stärkeren Personen orientieren würden, dann wäre jeder von uns ständig auf der Suche danach und niemand mit seiner Wahl zufrieden. Der vermeintlich unabhängigere Part in einer Beziehung wird sich seiner Position relativ schnell bewusst werden. Er könnte auch den Drang verspüren, nach etwas Besserem Ausschau zu halten.
Dabei könnte der angeblich Stärkere und Erfolgreichere genauso schnell in der Position seines Gegenübers sein. Eine Krankheit oder ein sonstiges, schicksalhaftes Ereignis könnte ihm jederzeit alles nehmen und den Spieß umdrehen. Der Schwächere wiederum hat jederzeit die Chance sein Vorbild zum Anlass zu nehmen, ihm näher zu kommen. Im besten Fall erkennen das beide und lernen genau das am anderen schätzen. Das Optimum liegt irgendwo in der Mitte.
So sehr uns auch die Stärke anzieht, lieben tun wir die Schwäche des anderen. Wenn Sie Pärchen danach befragen, was sie am anderen lieben, dann berichten sie von den kleinen, geliebten Macken. An der Oberfläche mögen wir alle glänzen, aber wie es innen drin aussieht, weiß meistens nur ein geliebter Mensch, dem wir uns geöffnet haben. Diese exklusive Seite unserer Persönlichkeit zeigen wir nur Menschen, denen wir vertrauen. Und genau dieses Vertrauen ist das größte und wertvollste Geschenk, das wir für uns und andere zu geben haben.
Wenn Sie sich der Liebe eines anderen sicher sein wollen, dann zeigen Sie sich und Ihre Schwäche. Er/Sie wird sie dafür immer lieben. Es ist der tiefe Respekt der Natur vor der Schöpfung, weil wir Menschen letztlich alle schwach sind und irgendwann sterben. Wir alle haben uns davon noch genug erhalten, um wahre Liebe zu erkennen.
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18.1.2010 von sabina voice.
Wir leben in einer Zeit, in der uns die Werbung vorgaukelt, dass wir unser Glück im Besitzen (= Kaufen) von Gütern und Dienstleistungen finden. So aufgeklärt wir auch sein mögen, so professionell sind diese Botschaften gestaltet, dass sie tief in unser Unterbewusstes dringen und dort auch wirken ohne, dass es uns bewusst wird. Das bedeutet: Wir leben eigentlich immer in einem Mangel-Zustand und der fatale Schluss - den wir daraus automatisch ziehen - ist der, dass wir glauben wir müssten unglücklich sein, wenn wir dieses oder jenes nicht haben. Dabei haben Sie schon jetzt alles was Sie brauchen, sie leben doch, oder? Wenn Sie an diesen Schwindel glauben, wird Ihnen immer etwas fehlen. Sie werden immer auf der Suche nach MEHR sein, nach der Fülle, die diesen angeblichen Mangel ausgleicht. Sie werden zu den Menschen gehören, die mit dem was sie besitzen, mit dem was sie umgibt, nicht wirklich zufrieden sind.
Hinterfragen Sie doch einmal, warum Sie eigentlich reich sein wollen, warum sie im Lotto gewinnen möchten oder warum sie gerne erfolgreicher im Beruf wären. Sehen sie eine reale Notwendigkeit oder ist es eher, dass sie glauben etwas haben zu wollen, nur weil sie es jetzt eben nicht glauben zu haben? Vielleicht sind Sie schon jetzt reicher als Ihnen bewusst ist. Es gibt oft eine Notwendigkeit, sich zu verändern, zu verbessern oder zu erweitern, zu entwickeln. Es gibt aber auch verschiedene Motive dazu. Machen Sie sich doch einfach mal bewusst, warum Sie das tun, was Sie tun, warum Sie das wollen, was Sie wollen und warum sie so denken, wie Sie denken. Vielleicht brauchen Sie dann gar nicht mehr MEHR!?
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20.9.2009 von sabina voice.
Der klassische Lebensstil ist wohl immer noch die monogame Zweierbeziehung. Diese Lebensform beinhaltet ein scheinbar hohes Maß an Sicherheit. Durch das ständige Zusammensein, das Teilen von Tisch und Bett, den gegenseitigen Abhängigkeiten, ist ein Verlassenwerden unwahrscheinlicher und das Befriedigen gewisser Bedürfnisse eher gewährleistet. In Zeiten, in denen die Versorgungsfunktion von Mann und Frau wichtig für die Erhaltung der Familie ist, gehen diese Beziehungen auch meistens noch gut. Dann nämlich, macht es tatsächlich Sinn, füreinander da zu sein und sich nur einem Menschen zu widmen. Doch sollte es uns zu denken geben, dass sich so viele Menschen trennen.
Die existenzielle Sicherheit der Frau ist durch eine bessere schulische und berufliche Bildung immer mehr gewährleistet, wodurch die Versorgungsfunktion des Mannes immer stärker in den Hintergrund rückt. Und auch die Männer können durchaus für sich selbst sorgen und möchten es auch immer häufiger vorleben. Wir sind also nicht mehr zusammen, weil wir uns BRAUCHEN, sondern, weil wir es tatsächlich WOLLEN! Eigentlich eine schöne Entwicklung, wie ich finde, und trotzdem macht sie vielen auch Angst. Denn aus einer solchen Beziehung könnte sich jeder jederzeit lösen. Aber genau diese FREIHEIT bewirkt genau das Gegenteil! Wenn Sie sich immer wieder aus freien Stücken auf Ihren Partner zu bewegen, dann werden Sie einen wichtigen Grund dafür haben. Dann muss diese Person, für Sie, etwas ganz Besonderes haben, das sie auszeichnet.
Die Angst vor dem Verlassenwerden rührt noch aus unseren Kindheitstagen. Dann nämlich, wären wir alleine noch nicht überlebensfähig gewesen. Heute, als erwachsener Mensch, begleiten uns diese Ängste trotzdem noch recht häufig. Unser “inneres Kind” meldet sich da gerne wieder. Machen Sie sich bewusst, dass Sie niemanden an sich fesseln können und auch niemanden zum Überleben brauchen, außer SICH SELBST! Sorgen Sie für sich und andere, weil Sie es gerne tun und sich und anderen damit Ihre Wertigkeit ausdrücken. SICHERHEIT ist ein Konstrukt unserer Fantasie. Sich “sicher fühlen” bedeutet, auf seine eigenen Fähigkeiten VERTRAUEN zu können.
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23.7.2009 von sabina voice.
In der heutigen Zeit, in der wir vom Optimierungsgedanken beseelt sind, scheint auch das Zwischenmenschliche davon angesteckt. Was macht eine Beziehung wirklich aus? Worin unterscheidet sie sich von anderen Lebensformen? Was ist es, worauf wir auf keinen Fall verzichten wollen? Die Antwort ist relativ einfach und bestechend: LIEBE und SEX!
Wie erklärt sich sonst die hohe Bereitschaft gebundener Personen, mit anderen intim zu werden? Während der Trend hin zu einer immer lustloseren Partnerschaft geht, in der es seltener als einmal pro Woche zu Geschlechtsverkehr kommt, hat ca. die Hälfte der Männer und Frauen es bereits einmal woanders getan. Obwohl der Wunsch nach Treue und Liebe zurzeit wieder hoch im Kurs steht, scheitert die Erfüllung oftmals in vorhandenen Beziehungen.
Liebe und körperliches Begehren scheinen mit einer Person auf Dauer nicht vereinbar, oder doch? Die Spaltung der Erfüllung beider Bedürfnisse auf zwei oder mehrere Menschen schien lange Zeit die Ideallösung: Der geliebte Ehepartner auf der einen Seite, die erotische Affäre auf der anderen. Und doch hinterlässt diese Zerrissenheit oftmals unangenehme Spuren und führt auch nicht zum angestrebten Wohlempfinden.
Wir wollen einen Partner lieben und respektieren können und gleichzeitig uns selbst verwirklichen und uns treu sein. Wir wollen unsere sexuellen Neigungen ausleben und trotzdem nach einer devoten Haltung im Bett vom Herren die Einkaufskisten geschleppt bekommen. Wir lassen uns gerne “nehmen” und w(s)ollen trotzdem die Madonna bleiben. Was sich überaus widersprüchlich anhört, muss nicht zwingend einer sein!
Viele Menschen leben es schon lange und machen es uns vor: Sie lieben sich, ohne Abhängigkeiten aufzubauen, sie achten sich und können zwischen Bett und Alltag trennen. Sie übernehmen Verantwortung für sich und andere und bürden sie niemandem auf. Sie erwarten wenig und geben viel. Sie sind die besten Freunde, zwischen denen es immer wieder prickelt. Sie finden die Balance von Gemeinsamkeit und Anderssein, von Harmonie und Reiz, von Spannung und Entspannung. Verpflichtungen werden zur Chance, den anderen zu beschenken. Sie nutzen die wenige Zeit, die ihnen heutzutage bleibt, für Liebe und Sex, und nicht zum Hemdenbügeln.
Es gibt sie, die Liebe ohne Knebel. Wer so leben möchte, sollte bei der Partnerwahl darauf achten, dass es sowohl genügend Übereinstimmungen gibt, als auch Gegensätzliches. Ebenso wichtig ist, dass die Kommunikation funktioniert und Sie beide das gleiche Ziel haben. Ob Sie nun dafür zusammenziehen oder lieber Ihre eigene Wohnung behalten, ob Sie sich jeden Tag oder einmal die Woche sehen, ist unerheblich. Das Maß an gelebter Nähe wird sich mit der Zeit einpendeln.
Für diejenigen, die bereits gebunden sind, kann das Loslassen tradierten Denkens eine gute Wahl sein. Es gibt immer einen Weg zum Ziel, wenn Sie ihn wirklich finden wollen!
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4.6.2009 von sabina voice.
Wenn es nicht so schwer wiegende Folgen hätte, könnte man sich darüber fast amüsieren, wie sich manche Menschen über Dinge streiten und ihr alleiniges Recht beanspruchen. Derjenige, der als halbwegs neutrale Person dazwischen sitzt, bekommt von beiden Seiten dasselbe erzählt, hört die gleichen Argumente und Beschimpfungen. Diese oberflächlichen, gegenseitigen Schuldzuweisungen rühren meist von einem viel tiefer liegenden negativen Gefühl, das BEIDE fühlen! Das kann z.B. Eifersucht sein, oder ein Minderwertigkeitsgefühl. Man fühlt sich zu wenig anerkannt oder unverstanden. Manche fordern etwas ein, auf das sie keine Rechte haben, nur, weil es mal selbstverständlich für sie war, es zu bekommen. Unsere Partner sind nicht unsere Eltern, unsere Kinder nicht unsere Partner und unsere Kollegen nicht unbedingt unsere besten Freunde, das ist einfach so! Je früher man das versteht und akzeptiert, um so besser.
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6.1.2009 von sabina voice.
Kinder sind von Natur aus neugierig und interessiert. Sie sind geborene Forscher und Entdecker. Sie wollen Zusammenhänge erkennen und verstehen lernen. Was sie wissen, haben sie erfahren, gehört oder gesehen, gespürt oder geschmeckt, mit ihren Sinnen wahrgenommen. Sie mussten dazu weder Lesen noch Schreiben können, keine andere Sprache beherrschen, sie brauchten kein Lexikon, kein Internet und auch kein Gesetzbuch.
Kinder sind Künstler. Sie fügen Dinge zusammen oder ordnen sie neu, sie schaffen Einmaliges, ohne Bewährtes zu zerstören. Sie verschönern unsere Welt mit bunten Bildern, einem herzlichen Lachen, mit einem seidigen Händedruck oder ihrer freudigen Stimme. Sie tanzen und springen vor Glück und weinen bitterlich, wenn man sie erdrückt.
Kinder wachsen. Sie werden jeden Tag größer und weiser, sie passen sich an, ohne zu zerbrechen. Sie sind biegsam und flexibel. Sie strecken sich nicht nach der Decke, weil sie dem Boden näher sind, sammeln Informationen wie Steine und Muscheln.
Wenn Kinder das alles sind, dann müssen sie schlauer sein, als wir. Sie kommen weiter, ohne große Hilfsmittel, sie sind glücklich, ohne zu wissen wie, sie sind einfach der, der sie sind. Woher nehmen wir Erwachsenen den Glauben, WIR wüssten, wie die Welt und das Leben funktioniert, wo wir doch so oft auf der Stelle treten und unsere Mundwinkel meist zur Erde zeigen? Wo ist das Kind in Ihnen geblieben? Lassen Sie es dieses Jahr leben!
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16.10.2008 von sabina voice.
Erfolg ist Definitionssache. Die meisten Menschen denken dabei sofort an: mein Boot, mein Haus, mein Auto ..
Wie die Werbung uns doch prägt! Und leider gibt es auch sehr viele Menschen, für die das Auto, das Haus, eine vorzeigbare Frau etc., Erfolgskriterien sind, ohne jemals darüber nachgedacht zu haben, ob IHNEN das wirklich so WICHTIG ist.
Wenn dann nicht folgt, was folgen soll: Das Geschäft läuft schlecht, in der Beziehung kriselt es, die Kinder scheinen permanent aufmüpfig, dann liegen dahinter mitunter ganz andere Blockaden, als man zuerst annimmt. Wenn das folgt, was folgen soll, dann fühlt sich das auch dementsprechend an. Dann spüren Sie eine tiefe Zufriedenheit, so wie jemand, der oben auf einem hohen Berg auf der Spitze steht und die Aussicht genießt oder der Marathonläufer nach Erreichen der Ziellinie. Dabei sollte man allerdings beachten, dass der Weg mitunter sehr beschwerlich sein kann.
Wichtig ist, dass Sie das Gefühl im Endzustand realistisch einzuschätzen wissen oder lernen. Das ist oft gar nicht so einfach, denn nur weil man mal gelesen oder gehört hat, dass es super toll sein muss, auf einem Gipfel zu stehen oder vielleicht ein schnelles Auto sein eigen zu nennen, muss das auch zwingend so sein. Erinnern Sie sich doch lieber an die kleineren Erfolge, die Sie schon aus Ihrem bisherigen Leben kennen. Da hat es doch auch geklappt. Bauen Sie DARAUF auf und führen Sie DAS fort!
Und wenn Sie dann irgendwann, ein Boot, ein Haus, ein schnelles Auto und Ihre Traumfrau haben, dann werden Sie sich vielleicht wundern, wie einfach doch “erfolgreich sein” sein kann.
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