Spätestens seit der “Mäusestrategie” wissen wir, dass wir Veränderungen aktiv begegnen können, indem wir nicht darüber jammern, dass es nicht mehr so schön wie früher ist, sondern uns auf den Weg machen, wenn der “Käse” nicht mehr schmeckt oder nicht mehr vorhanden. Wer sich erst einmal darin geübt hat, selbstbestimmt und -bewusst zu leben, wer beweglich genug geblieben ist und es sich zum Ziel gemacht hat, seinen ‘Käse” zu finden, der kann sich kein anderes Leben mehr vorstellen. Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Nur Kleinkinder verschließen die Augen und glauben nicht gesehen zu werden, wenn sie nichts sehen.
Manchen mag es verwundern, dass ich so schnell umschwenke, wenn mir etwas nicht (mehr) gefällt. Manchen Menschen macht es Angst, weil sie Sicherheit in der Beständigkeit suchen. Sicherheit ist ein Konstrukt unserer Fantasie. Nichts auf dieser Welt ist wirklich sicher, außer dass wir einmal sterben. Den Halt, den wir suchen, können wir nur in uns selbst finden. Und so ziehe ich immer wieder weiter, durch dunkle und helle Gassen. Mal scheint die Sonne, mal nicht. Doch wenn es mir irgendwo gefällt, lasse ich mich nieder und genieße den Augenblick. So kann es durchaus sein, dass ich längere Zeit an einem bestimmten Ort, mit einem bestimmten Menschen, bleibe. Ich würde mich wieder auf den Weg machen, wenn es nichts mehr gibt, was mir wichtig ist.