März 2010
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Empfangen statt Nehmen

Stellen Sie sich vor, sie stehen in brütender Hitze unter freiem Himmel. Ein leichter Sommerregen spendet Ihnen Abkühlung. Sie stehen mit weit geöffneten Armen da, den Blick zum Himmel gerichtet, spüren, wie jede klitzekleine Wasserperle an Ihren Extremitäten hinunter rinnt. Sie lassen sich von der Wohltat füllen, die es Ihnen bereitet, einfach offen für das Gute zu sein. DAS nenne ich EMPFANGEN. Wie sonst sollten Sie auch in die Wolken kommen und sich dieses kühle Nass nehmen? Sie können ‘nur’ auf der Erde bleiben und darauf vertrauen, dass es passiert, wenn Sie es sich wünschen.

Es heißt zwar: “Geben und Nehmen”, doch NEHMEN ist für mich eine Form des Ergreifens ohne ein Anrecht darauf zu haben. NEHMEN ist aktiv, EMPFANGEN, passiv. Selbst wenn ich glaubte etwas beanspruchen zu können, so geschähe es nicht aus freiem Willen des Gebenden. Ich würde mich um dieses Geschenk bringen, wenn ich es mir einfach nähme.  Ich gebe, ohne eine Gegenleistung zu erwarten und wenn ich etwas zurück bekomme, dann freut es mich um so mehr. So werde ich das ganze Jahr über beschenkt, weil ich weiß, dass es kommen wird.



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