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12.2.2010 von sabina voice.
Es ist schon verrückt, aber irgendwann erkannte ich, dass mir leichte Dinge schwerer fallen, als anspruchsvolle Aufgaben. Wenn man eine einfache Aufgabe löst, dann ist das nichts Spektakuläres. Es funktioniert einfach. Man bekommt keinen Orden, hat keinen Grund auf seine Leistung besonders stolz zu sein. Es gibt so viele Probleme, die eigentlich ganz einfach zu lösen wären, doch man erhält sich lieber noch eine kleine Hürde. Vielleicht wäre das Leben langweilig, wenn alles auf Anhieb gelänge.
Auf der anderen Seite ist es schon eine Kunst, Verhältnisse abstrahieren und auf das Wesentliche reduzieren zu können. Um komplizierte Zusammenhänge leicht verständlich darzubieten, braucht man ein Hilfsmittel, eine Struktur. Diese Art “Schaltplan” des Systems lässt uns das Muster relativ schnell erkennen. Er zeigt, wie die Teile miteinander verbunden und welche Bausteine von zenraler Bedeutung sind.
In der Mathematik ist das nicht viel anders. Der Unterrichtsstoff baut aufeinander auf und ist miteinander verzahnt. Allerdings vermittelt man in der Schule selten die Zusammenhänge, sondern begnügt sich damit, das Wissen über die Elemente zu vermitteln. Erst ein, zwei Klassen weiter zu bemerken, dass man den alten Stoff nun doch wieder braucht, ist natürlich frustrierend, wenn man ihn schon von seiner Festplatte gelöscht hat. Andersherum ist es relativ leicht, einem Schüler genau diese Zusammenhänge zu erklären, wenn man sie denn kennt. Für mich gehört dies zum zielorientierten Lernen selbstverständlich dazu und nimmt die Angst vor Neuem. In Wahrheit kommt mit jedem neuen Kapitel, das die Schüler im Mathematik-Unterricht beginnen, nicht wirklich viel Neues dazu, wenn sie sich das alte Wissen und Können erhalten haben.
Es wäre also sinnvoller Wissen zu erhalten, als das Problem. Die Fähigkeit dazu, ist jedem gegeben!
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