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Februar 2010
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Archive für Februar 2010

Keine Last mit der Last

Die Natur schenkte mir ein Hohlkreuz und Skoliose. Meine Schlafunterlage ist sicher nicht gerade die Empfehlenswerteste. Seit ich selbstständig und alleinerziehend bin, hat sich mein Arbeitspensum gegenüber früher verdoppelt. Existenzsicherung und die Fülle an Aufgaben, der selbstgemachte Druck, könnten für manch einen ein Kreuz fürs Kreuz sein. Ohne Stütze wäre diese Last wohl eher schwer zu tragen. Meinem Rücken geht es gut, weil ich - nicht nur ihn - stärke!

Warten Sie nicht ab, bis die Last Sie unbeweglich werden lässt, sondern beugen Sie vor! Wenn Sie nicht alles auf einmal schleppen, sondern verteilen, ist der erste Schritt bereits gemacht. Eine aufrechte Haltung und Muskeln, die Ihr Skelett stützen sind ebenso wichtig, wie die richtige (Ein)stellung. Körper und Geist gehören zusammen. Was Sie (er)tragen wollen, bestimmen SIE, niemand sonst.

Es gibt nicht nur Turnübungen, die Ihren Rücken stärken, Massagen und gute Matratzen. Vergessen Sie alles, was Sie bisher über die Last mit der Last erfahren haben. Was für andere schwer ist, kann für Sie leicht sein. Wenn Sie beginnen darüber anders zu denken, wird es sich bald auch anders anfühlen. Heben Sie mit Leichtigkeit, indem Sie in die Knie gehen, wechseln Sie öfter die Position und gönnen Sie sich einen Ausgleich zur Anspannung.



Ich bräuchte eigentlich nur einen Koffer voll ..

Früher habe ich gerne gesammelt, nicht exzessiv, aber die Grundtendenz war die, Dinge um mich herum behalten zu wollen, egal, ob ich sie noch brauchte oder nicht. Wenn man ALLES behalten will, dann kann man sich meist schlecht von etwas trennen. Das verwundert mich heute auch nicht weiter, weil ich schon als Kind, Trennungen als sehr schmerzlich erfahren habe. Ehe ICH mich von meinem Mann trennen würde, würde die Mosel bergauf fließen.

Auf der anderen Seite brachte man mir bei, dass man unangenehme Dinge vergessen kann. “Die Zeit heilt alle Wunden!”, war so ein Satz, den ich oft zu hören bekam. Klar beschloss ich, mich im “schnell Vergessen” zu üben. Das Problem war nur, dass ich viel später erst bemerkte, dass ich gar nicht trennen konnte, zwischen dem, was ich eigentlich doch behalten wollte und dem, was ich tatsächlich lieber schnell vergessen hätte.

Irgendwann, als sich etwas Schlimmes ereignete, fing ich an, darüber nachzudenken. Ich nahm mir die Zeit herauszubekommen, warum manche Dinge in meinem Leben scheinbar falsch liefen. Ich schreibe ganz bewusst “scheinbar”, denn das entsprach nicht MEINER Wahrnehmung, es war die, anderer, nahe stehender Personen. Und das, was scheinbar gut lief, machte mich unglücklich.

Ich habe diese Zeit genutzt, mich informiert und weitergebildet, weil ich, in erster Linie, mir selbst helfen wollte. Ich habe mir damals dabei auch von anderen ENTFERNTEREN Menschen helfen lassen und alles genutzt, was sich anbot, um meine Situation zu verbessern. Ich suchte - ganz unbewusst - nach Ressourcen, diesem Dilemma zu entkommen, denn ich fühlte mich nicht wohl damit.

Ich wollte mich trennen können, wenn ich es möchte und nur die Dinge um mich herum behalten, die ich auch WIRKLICH will! Nun, ich habe es gelernt und bin damit sehr zufrieden. Ich gehe schon länger MEINEN Weg und fahre gut damit. Ich bin nicht mehr ganz so vergesslich wie früher, ich achte bei jeder Information, ob sie mir nützlich sein könnte und BEWAHRE sie dann gut auf - in meinem Gehirn, nicht in der Schublade!

Mit den Trennungen habe ich es allerdings immer noch nicht so. Wenn mir einmal ein Mensch sehr nahe gekommen ist, weil ich es ja auch so wollte, dann trifft es mich immer noch hart, wenn er einfach geht und nicht mehr kommt. Schließlich war man ihm aus ganz bestimmten Gründen einmal sehr nahe gekommen. Andererseits mache ich mir manchmal gerne vor, ich könnte ganz ohne.

Auch das habe ich in den Griff bekommen, weil ich auch dort, auf der Suche nach einem Gleichgewicht war und immer wieder bin. Nun sind aber diese Menschen mitunter ähnlich gestrickt, wie ich - was mich auch nicht mehr wundert - und das führt dann schon manchmal zu Schwankungen.

Mein Leben ist ruhiger geworden, ein gemächlich vor sich hin schippernder Kutter. Sicherlich ist es auch das Alter und die Erfahrung, die mein Temperament gebremst haben. Die meisten Personen aus meinem Bekanntenkreis sind darüber eher glücklich, ich dagegen, würde gerne immer wieder einmal meinen Koffer nehmen - in den alles hinein passt, was ich brauche - und einfach hinaus segeln.

Ich tue das auch ab und zu und kenne doch meinen Heimathafen, an den ich immer wieder gerne zurück finde. Ich tue es nun BEWUSST und weil ICH es wirklich WILL! DAS ist es, was MICH GLÜCKLICH MACHT!

Mein Angebot

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Glück ist, wenn man weiß, wie’s geht! :-)

Glücklichsein und glücklich fühlen kann man tatsächlich lernen. Es mag überheblich und vermessen klingen, doch was sich da wie ein Wundermittel liest oder anhört, ist kein fauler Zauber. Es ist eine Denkhaltung, eine Art Dinge anders zu deuten, anders zu (er)leben und der Schlüssel dazu, steckt in jedem von uns! Alles, was ich bisher gelernt habe und erleben durfte, hat mich meinem Glück ein Stückchen näher gebracht. Mut und Demut, Natur und Kunst, Liebe und Trauer, das alles sind zwei Seiten einer Medaille. Ich brauche keine Rauschmittel um dem Alltag zu entfliehen, ich gestalte mein Leben BEWUSST mit dem, was ich liebe. Ich träume und male mir in Gedanken meine Wünsche aus, danach schreibe ich sie auf und dann folgt genau das, was folgen soll. Aber ich weiß auch, dass ich nicht alles allein mit meinem Willen bestimmen kann und so lasse ich mich auch führen, mit dem festen Glauben, dass alles gut ist, wie es ist - auch wenn ich den dahinter liegenden Sinn manchmal erst viel später erkenne.



Ein Stück vom Glück

Heute, am Valentinstag schenkt man seinen Liebsten etwas. Ich wurde bereits reichlich beschenkt und stand selbst mit leeren Händen da. Wenn man besonders glücklich ist, sollte man ein Stück davon an andere abgeben. Ich brauche dafür keinen besonderen Tag. Für mich ist das ganze Jahr über Fastnacht oder Tag der Liebenden. Trotzdem erfreut mich, dass es einige Menschen gibt, die mir auch zeigen, wie wichtig ich ihnen bin. DANKE, besonders DIR! ;-)

Die Angst vor Mathematik II (Leicht, kann so schwer sein - schwer, so leicht!)

Es ist schon verrückt, aber irgendwann erkannte ich, dass mir leichte Dinge schwerer fallen, als anspruchsvolle Aufgaben. Wenn man eine einfache Aufgabe löst, dann ist das nichts Spektakuläres. Es funktioniert einfach. Man bekommt keinen Orden, hat keinen Grund auf seine Leistung besonders stolz zu sein. Es gibt so viele Probleme, die eigentlich ganz einfach zu lösen wären, doch man erhält sich lieber noch eine kleine Hürde. Vielleicht wäre das Leben langweilig, wenn alles auf Anhieb gelänge.

Auf der anderen Seite ist es schon eine Kunst, Verhältnisse abstrahieren und auf das Wesentliche reduzieren zu können. Um komplizierte Zusammenhänge leicht verständlich darzubieten, braucht man ein Hilfsmittel, eine Struktur. Diese Art “Schaltplan” des Systems lässt uns das Muster relativ schnell erkennen. Er zeigt, wie die Teile miteinander verbunden und welche Bausteine von zenraler Bedeutung sind.

In der Mathematik ist das nicht viel anders. Der Unterrichtsstoff baut aufeinander auf und ist miteinander verzahnt.  Allerdings vermittelt man in der Schule selten die Zusammenhänge, sondern begnügt sich damit, das Wissen über die Elemente zu vermitteln. Erst ein, zwei Klassen weiter zu bemerken, dass man den alten Stoff nun doch wieder braucht, ist natürlich frustrierend, wenn man ihn schon von seiner Festplatte gelöscht hat. Andersherum ist es relativ leicht, einem Schüler genau diese Zusammenhänge zu erklären, wenn man sie denn kennt. Für mich gehört dies zum zielorientierten Lernen selbstverständlich dazu und nimmt die Angst vor Neuem. In Wahrheit kommt mit jedem neuen Kapitel, das die Schüler im Mathematik-Unterricht beginnen, nicht wirklich viel Neues dazu, wenn sie sich das alte Wissen und Können erhalten haben.

Es wäre also sinnvoller Wissen zu erhalten, als das Problem. Die Fähigkeit dazu, ist jedem gegeben!



Schul-Mathematik ist nicht viel mehr als 1×1

Es klingt unrealistisch, doch wer - wie ich -  täglich mehrere Stunden mit Schülern rechnet, bemerkt schnell, dass eine der Haupt-Ursachen allen Übels die fehlenden Grundlagen sind. Es fängt also schon in der Grundschule an und geht dann in der Sekundarstufe leider oftmals so weiter. Ein Leben ohne Taschenrechner oder zumindest Handy, kann sich ein Schüler heutzutage kaum vorstellen. Wenn ich dann mit meinem einfachen ALDI- Kalkulator komme, den ich gerade mal für die Wurzelberechnung oder den Logarithmus brauche, versteht so mancher die Welt nicht mehr. Wenn man “mal 1/2″ lieber mit den Tasten tippt als im Kopf durch 2 zu teilen, dann wundert mich nicht, warum so viele Schüler irgendwann die Lust verlässt. Rechnen ist nicht Programmieren, sondern DENKEN! Selbst in komplexen Formeln kommt man in der Regel mit einfacher Bruchrechnung, Kürzen und Erweitern, dem kleinen 1×1 weiter, als mit gerundeten Zahlen, die sich dann zu unwirklichen Gebilden formen. Ganz zu schweigen von den Tippfehlern und vergessenen Klammern. Wer die vier Grundrechenarten beherrscht, einigermaßen schnell in Kopfrechnen ist, Terme umformen und Gleichungen lösen kann, wird jede noch so schwierig anmutende Aufgabe im Handumdrehen lösen. :-)



“DU und ICH, wir sind in Ordnung, wie WIR SIND!”

Wir sagen unseren Kinder, was sie tun und lassen sollen und waren als Teenager kein bisschen besser. Wir wollen sie schützen und vor allem Schlimmen bewahren und selbst suchten wir auch nach unseren Grenzen. Wir dürfen uns nicht wundern, wenn unsere Kinder unsere Fehler aufdecken. Sie zeigen uns gnadenlos, was in UNSEREM Leben schief läuft.

Wenn wir uns schon nur gezwungener Maßen auf die Arbeit schleppen, erwarten wir von unseren Kindern so etwas wie Spaß am Lernen. Klar, WIR sind hoch motiviert Geld zu verdienen, wollen es aber auf einfache Art gewinnen und spielen darum auch jedes Wochenende in der Lotterie. Unsere Sprösslinge sollen täglich stundenlang über ihren Hausaufgaben büffeln und sehen dafür keinen Cent. Wie sollen sie verstehen, dass ihnen diese Arbeit später selbst etwas bringt, wenn die Eltern über ihre verpassten Karrierechancen jammern? Motivation kommt nicht einfach so zugeflogen. Jeder sucht nach einem persönlichen Nutzen.

Für mich gibt es keine “Problemkinder”. Manchmal suchen sie Aufmerksamkeit, manchmal Anerkennung oder sie wünschen sich den verlorenen Elternteil zurück und sehnen sich insgeheim nach Mitgefühl und Verständnis. Ein Ausflug mit Ihrem Kind, ein bisschen mehr gemeinsames Erleben, bringt mehr als jede Nachhilfestunde. Kinder wollen von Natur aus ihren Eltern gefallen, ihren Erwartungen entsprechen. Nehmen Sie den Druck raus und Sie werden sehen, dass man begleiten kann und nicht immer führen. “DU und ICH, wir sind in Ordnung, wie WIR SIND!”

Das ist Glück! (Songtext)

Du weckst in mir mein wahres Ich
Beflügelst meinen Geist
Du weckst in mir mein wahres Ich
Was ich endlich weiß

Fühle mich frei für Neues
Will mit Dir diese Wege geh’n
Fliege auf rosa Wolken, immer höher
hin, wo ich schon immer sein wollte

Mit dem Gefühl von Vollkommenheit
von Einssein mit mir und allem um mich herum
Könnte ruhig sterben, ich wüsste
dass etwas weiterlebt von mir

Du weckst in mir mein wahres Ich
Beflügelst meinen Geist
Du weckst in mir mein wahres Ich
Was ich endlich weiß

Vielleicht bin ich verrückt
Vielleicht muss man das sein

Du weckst in mir mein wahres Ich
Beflügelst meinen Geist
Du weckst in mir mein wahres Ich
Was ich endlich weiß

Es fühlt sich richtig (und) gut an!

Ich bin zwar erst 45 Jahre alt, doch irgendwie kommt es mir gerade vor, als müsste ich über die letzten 10 Jahre resümieren. Es gab wunderbare Höhen und verwundbare Tiefen. Ich wollte LEBEN, FÜHLEN, und nicht auf Raten sterben wie so viele, wollte mich entwickeln und etwas erschaffen. Damals krempelte ich mein ganzes Leben um, trennte mich und machte mich vollkommen allein auf diesen, meinen Weg. Und es fühlte sich immer richtig an! Ich bereue keine Erfahrung und weiß, dass alles so kommen muss(te), damit ich langfristig glücklich sein kann. Der Weg ist nicht immer eben. Wenn man im Tal ist, scheint der Berg riesig hoch und wenn man oben ist, glaubt man abheben zu müssen. Ich liebe mein Leben, jede Träne, die über meine Wangen rann, hatte ihren Sinn; habe mein Lachen wiedergefunden und möchte nie vergessen, welche Freude es bereitet, zu geben. Es ist nichts mehr wie es war und trotzdem scheint sich der Kreis zu schließen. Wer gebären will, muss durch den Schmerz. Danach ist er schnell vergessen. Und es fühlt sich soo gut an, wenn man auf der anderen Seite des Schmerzes ist! Ich bin noch lange nicht am Ziel, sonst hätte ich ja auch keine Aufgabe mehr, schaue in die Wolken, sehe die Schneeflocken fallen, in meinem Herzen ist es kuschelig warm ..