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17.12.2009 von sabina voice.
Um es vorweg zu nehmen: Schulmathematik ist nicht schwieriger, als irgendein anderes Fach! Die Regeln sind leicht zu verstehen und anzuwenden, doch viele glauben, es sei hoch kompliziert. Dieses Vorurteil aus den Gedanken vieler Schüler wieder heraus zu bekommen ist aufwändiger und zeitintensiver, als das Vermitteln des Stoffs. Wenn dann noch negativ verstärkende Aussagen hinzukommen, von Eltern und Lehrern, oder etwas anderes vorgelebt als gesagt wird, dann wird die Fünf in Mathe mehr zum psychischen, denn logischen Problem. Auch Eltern übertragen eigene Versagensängste und Erwartungen auf ihre Kinder. Es ist für mich genauso wichtig, diese über ihre Wirkung und Einfluss auf das Kind zu informieren, wie nach anderen Ursachen zu suchen.
Am Anfang jeglicher Zusammenarbeit ist daher erst einmal wichtig, Vertrauen aufzubauen und das Selbstbewusstsein des Schülers zu stärken. Wie gehe ich mit einem Rückschlag um? Wie kann ich aus Vergangenem lernen ohne mich frustrieren zu lassen? Was kann ich selbst tun, um meine Fähigkeiten zu stärken? Wie kann ich mich selbst motivieren? Wo bekomme ich noch Hilfe? Sind meine Ängste realistisch? Fragen, die sich im Laufe des Miteinanders klären und zu einer sichtlichen Verbesserung führen. Ich will Schüler aktivieren, nicht konsumieren lassen! Sie sollen erfahren, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind, und lediglich einen anderen Zugang brauchen. So sind meine Schüler für mich die Experten, nicht ich. In ihnen steckt alles, was sie dazu brauchen, mathematische Probleme zu lösen, sie wissen es nur noch nicht.
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