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23.12.2009 von sabina voice.
Die Festtage stehen vor der Tür und für manchen von Ihnen überdeckt der Vorbereitungsstress vielleicht noch die Vorfreude auf Ruhe und Entspannung, Kerzenschein und Sonntagsbraten, strahlende Augen und ein überglückliches Lächeln beim Auspacken der vielen, bunt verpackten Geschenke. Erst wenn es dann so weit ist, kein Geschäft mehr offen hat, die Straßen verschneit und Wege vereist sind, wenn der Weihnachtsbaum geschmückt ist und das Treiben sich entschleunigt, bemerken wir, wie wir endlich zu uns kommen. So, wie unterkühlte Hände zu kribbeln anfangen, erwärmen sich auch unsere Herzen und erfüllen uns mit einem friedlich schönen Schauer. Wenn wir leben was Freundschaft und Liebe ist, indem wir unseren Freunden Freude bereiten wollen, besinnen wir uns auf die Wurzeln jeglichen Seins, dem Miteinander. Wir fühlen wieder. Genießen Sie diese Zeit der Gefühle. Stress und Alltag lassen sie in der Regel schnell wieder erkalten.
Frohes Fest!
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21.12.2009 von sabina voice.
Ein Freund von mir ließ mich einmal ein Windrad besteigen. Achtzig Meter hoch und gerade mal so weit wie ein alter Fahrstuhl. Ich war damals gut drauf und traute es mir zu, meine Höhenangst und das beklemmende Gefühl in engen Räumen zu überwinden und wagte es. Da kann eigentlich nicht viel passieren. In Inneren befindet sich eine Leiter, man wird angegurtet und muss sich lediglich mit dem Rücken etwas nach hinten fallen lassen, also nicht festklammern, damit man sich nach oben bewegen kann und die Sicherung nicht auslöst. Was sich da so einfach anhört, kann - für jemanden wie mich - eine riesige Hürde darstellen. Man sieht heute so viel im Fernsehen und wie andere Leute solche Sachen machen und es ist ja wirklich nichts so Besonderes, doch wenn einem dann nach zwanzig Metern die Knie schlottern, obwohl man konditionell in guter Verfassung ist, dann steigt nicht nur der Puls, sondern auch der Wunsch in einem auf, einfach wieder die Richtung zu wechseln und abzusteigen, für das man ja auch noch Kraft braucht Damals war ich nicht allein in dieser Röhre, ich hatte ja einen Begleiter, der unter mir mitkletterte. Er feuerte mich an, erklärte mir, dass es nicht die Angst sei, die meine Beine zittern lassen, sondern einfach die Tatsache, dass es eine ungewohnte Belastung sei und schon verstand ich seine Botschaft und schaffte es bis nach oben. Ich wurde nicht nur mit einem wunderbareren Ausblick für meine Mühe belohnt, sondern auch mit der Erkenntnis, dass es eine unrealistische Angst sein kann, die uns vor dem nächsten Schritt in die richtige Richtung abhält. Das Katastrophenszenario im Kopf will uns zwar schützen, doch wer kann schon mit Sicherheit vorhersagen, was ihn erwartet, bloß weil er mal gesehen, gelesen oder erlebt hat, wie jemand abstürzte? Dafür erkundigt man sich vorher ausgiebig, wie man sich schützen kann, spricht mit Experten und bereitet sich auf die Herausforderung gut vor. Ich würde auch heute nicht einfach irgendetwas riskieren, was mich unnötig in Gefahr bringt oder wobei ich mich schwer verletzen könnte, doch wenn die Angst uns nicht mehr schützt, sondern nur noch bremst, geht es eben auch nicht weiter.
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17.12.2009 von sabina voice.
Um es vorweg zu nehmen: Schulmathematik ist nicht schwieriger, als irgendein anderes Fach! Die Regeln sind leicht zu verstehen und anzuwenden, doch viele glauben, es sei hoch kompliziert. Dieses Vorurteil aus den Gedanken vieler Schüler wieder heraus zu bekommen ist aufwändiger und zeitintensiver, als das Vermitteln des Stoffs. Wenn dann noch negativ verstärkende Aussagen hinzukommen, von Eltern und Lehrern, oder etwas anderes vorgelebt als gesagt wird, dann wird die Fünf in Mathe mehr zum psychischen, denn logischen Problem. Auch Eltern übertragen eigene Versagensängste und Erwartungen auf ihre Kinder. Es ist für mich genauso wichtig, diese über ihre Wirkung und Einfluss auf das Kind zu informieren, wie nach anderen Ursachen zu suchen.
Am Anfang jeglicher Zusammenarbeit ist daher erst einmal wichtig, Vertrauen aufzubauen und das Selbstbewusstsein des Schülers zu stärken. Wie gehe ich mit einem Rückschlag um? Wie kann ich aus Vergangenem lernen ohne mich frustrieren zu lassen? Was kann ich selbst tun, um meine Fähigkeiten zu stärken? Wie kann ich mich selbst motivieren? Wo bekomme ich noch Hilfe? Sind meine Ängste realistisch? Fragen, die sich im Laufe des Miteinanders klären und zu einer sichtlichen Verbesserung führen. Ich will Schüler aktivieren, nicht konsumieren lassen! Sie sollen erfahren, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind, und lediglich einen anderen Zugang brauchen. So sind meine Schüler für mich die Experten, nicht ich. In ihnen steckt alles, was sie dazu brauchen, mathematische Probleme zu lösen, sie wissen es nur noch nicht.
Geschrieben in Erfolg, Veränderung, Krise, Lösung, Wachstum, Ressourcen, Motivation, Beobachtungen, Kinder, Lernen, Mathematik, Arbeit | Drucken | Keine Kommentare »
5.12.2009 von sabina voice.
Vor kurzem gab mein Kaffee-Vollautomat leider den Geist auf. Meine Saeco tat mir die letzten acht Jahre treue Dienste, abgesehen von einigen Anfangsdefekten, die scheinbar normal sind für solche Maschinen und auch kostenfrei innerhalb der Garantiezeit behoben wurden. Da mein morgendlicher Milchkaffee einen großen Teil meiner Wellness ausmacht, musste die Lücke schnell wieder gefüllt werden. Ich konnte mich nur schwer entscheiden, denn schließlich halte ich mich für einen Genießer, gerade was Espresso und Latte angeht. So machte ich mich also auf, den Geschmackstest zu machen und probierte sowohl Pad- als auch Kapselmaschinen. Letztere wurden mir von Freunden empfohlen, doch bei meinem Kaffeekonsum schwante es mir schon vor den Aluminium Müllbergen. Da sich mittlerweile der deutsche Durchschnittsbürger immer mehr für das frisch Aufgebrühte interessiert - immerhin verzeichnete der Deutsche Kaffeeverband in den letzten beiden Jahren einen Zuwachs bei Espresso um jeweils 20 Prozent - wundert es mich nicht, dass die Regale im Elektrofachhandel voll mit hochpreisigen Kaffeeautomaten sind. Das Weihnachtsgeschäft blüht und wie meinte da doch eine Verkäuferin sinngemäß: “Wenn Sie einmal einen Vollautomaten hatten und diesen Genuss gewöhnt sind, trinken Sie keinen anderen Kaffee mehr”. Nun, das dachte ich anfangs auch. Allerdings hatte ich überhaupt keine Lust, einen halben Tausender auf den Tisch zu legen, bloß um morgens nicht auf mein vertrautes Heißgetränk verzichten zu müssen. Da fielen mir andere Wünsche ein, die mir für dasselbe Geld sinnvoller erschienen. Selbst die Kapselquetscher fand ich absolut überteuert. Ich gebe doch keine 180 Euro dafür aus, dass eine Maschine Wasser durch Kaffeepulver presst. Früher bekam man locker für die Hälfte der Kosten ein solides Heißwasser tropfendes Gerät. Mit einer Tüte Espressobohnen (1000g für 10 Euro), konnte ich in der Vergangenheit mal locker einhundert Tassen aufbrühen, allerdings ratterte diese dann auch dementsprechend oft. Die knapp 10 Cent pro Tasse war mir der Spaß wert.
Kapseln enthalten in der Regel 8g braunes Pulver und kosten zwischen 25 und 35 Cent das Stück. Ich habe dann natürlich gleich mal ausgerechnet, ab wann sich die Anschaffung eines Vollautomaten lohnt. Ich fand nämlich eine günstigere Nespresso-Alternative von Tchibo, mit der ich gerade sehr zufrieden bin, und die man bereits für 100 Euro erwerben kann. Andere Hersteller gibt es natürlich auch. Meine Gleichung sieht wie folgt aus:
100 + 0,25x = 500 + 0,09x
(Annahmen: Kaufpreise: 100 EUR für eine Kapselmaschine, bzw. 500 EUR für einen Vollautomaten, Kaffeekosten pro Tasse: 0,25 EUR bei Tchibokapseln, bzw. 9g Kaffeepulver pro Tasse aus gemahlenen Bohnen zu 10 EUR das Kilo).
Löst man die Gleichung nach x auf, so erhält man die Anzahl der Tassen, bei der die Kosten für beide Varianten gleich sind. Nach Zubereitung von 2.500 Portionen braunen Heißgetränks macht sich also die Anschaffung eines Vollautomaten bezahlt. Bei einem durchschnittlichen Kaffeekonsum von 4 Tassen täglich, könnte ich demzufolge fast zwei Jahre für das gleiche Geld meinen Espresso genießen, allerdings ist die Lebensdauer eines teuren Gerätes in der Regel viermal so lang. Über einen Zeitraum von acht Jahren gerechnet, kostet mich also zukünftig mein kleiner Luxus ca. 26 Cent, früher gerade mal die Hälfte.
Allerdings spare ich jetzt trotzdem gegenüber früher. Meine Gewohnheiten haben sich geändert, d.h. ich trinke nun bewusst weniger als damals - schon wegen des Abfalls - und ich spare eindeutig Strom, weil ich das Gerät nun nur noch kurzzeitig zum Zubereiten einschalte und dann auch gleich wieder aus. Meine Saeco hatte oft den ganzen Tag Bereitschaft und hielt für teures Geld die Tassen warm. Diese Standbyzeiten verbrauchen mal eben 20 und mehr Watt pro Stunde, je nach Modell. In meinem Fall hat mich das in etwa einen Fünfziger im Jahr zusätzlich gekostet. Außerdem finde ich klasse, dass das neue, schmale Gerät auch normalen Brühkaffee auf Knopfdruck erzeugt, denn noch längst nicht jeder mag Espresso. Für den Kaffeeklatsch bevorzuge ich allerdings weiterhin meine altbewährte Filtermaschine, denn für große Mengen scheint mir das andere Verfahren ungeeignet.
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