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August 2009
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Archive für August 2009

Die richtige Reihenfolge

Die Reihenfolge von Entscheidungen ist entscheidender als viele Unternehmer denken.  Sie wollen alles in ganz kurzer Zeit. Das kann natürlich nicht gehen. Die meisten Dinge in unserem Leben - ob privat oder geschäftlich - bauen aufeinander auf. Sie wachsen langsam und gedeihen genau dadurch so gut, dass sie eben Raum und Zeit hatten, sich zu entfalten. Nun stehen Macher heutzutage täglich vor der Herausforderung, immer wieder Neues in noch kürzerer Zeit zu erschaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bloß nicht langsamer als andere zu sein, bedarf nicht nur der Schnelligkeit, sondern eben auch einer geschickten Koordination der einzelnen Schritte. Was nützt es mir, wenn ich ins Stolpern komme oder nach einer Weile bemerke, dass ich etwas Wichtiges vergessen habe und wieder zurück muss? Wenn ich meine Klienten betrachte, dann liegt die Ursache ihres mangelnden Erfolges darin, dass sie nicht erkennen, wie wichtig Geduld, eine gewisse Gelassenheit und eben die richtige Reihenfolge von Entscheidungen sind. Man kommt sich vor, als hüpften sie wahllos von einer Position zur nächsten, ohne erkennbare Richtung und sie würden Ihnen vorwerfen, dass sie zu langsam sind. Dabei ist es ausgesprochen wichtig, vor zu denken, was später folgen soll, denn das genau macht Erfolg aus! Übereifer oder vorschnelle Reaktionen lassen zwar den Anschein erwecken, schneller ans Ziel zu kommen, doch was nützt es mir, wenn mir kurz vor der Fertigstellung klar wird, dass mein Haus auf wackeligen Füßen steht und jederzeit einzustürzen droht? Dann hilft nämlich nur noch abstützen oder eben neu aufbauen ..



Herausforderungen sucht man sich selbst

Wenn ich mir vorstelle, einen hohen Berg besteigen zu müssen, dann doch aber nicht, weil der Berg es so will. Er steht schon seit vielen, langen Jahren einfach nur da und muss mit ansehen, wie es einige schaffen und andere wiederum nicht, an die Spitze zu kommen. Warum suchen sich Menschen diese Herausforderungen? Warum sind so viele darauf aus, an ihre Grenzen zu stoßen um sie dann irgendwann zu überwinden? Wollen sie sich und anderen beweisen, was sie können und wie stark sie sind? Und wenn es so ist: Wer bestimmt, wie Können und Stärke definiert sind? Es könnte doch auch genau andersherum sein, dass genau derjenige etwas drauf hat, der es nicht zeigen muss, sondern nur dann einsetzt, wenn er es auch für sinnvoll erachtet. Wer treibt uns von einer Krise in die nächste, nur damit es ihm besser geht?

Haben Sie sich z.B. schon einmal gefragt, ob Sie einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen oder tun Sie es nur wegen der Bezahlung? Was werden Ihre Freunde, Bekannte und Familienmitglieder später über Sie zu erzählen haben? Dass Sie jeden Morgen artig ins Büro gingen? Dass Sie kaum Zeit für sie hatten, weil Sie doch soo viele Pläne in Ihrem Leben verwirklichen wollten? Glauben Sie vielleicht, es sei Ihnen nicht vergönnt, genau das zu tun, wozu Sie bestimmt sind, sondern nur einer privilegierten Gruppe? Ich stieß bisher des Öfteren an meine Grenzen, weil ich es offensichtlich so wollte. Ich werde den heutigen Tag - meinen Geburtstag - dazu verwenden, darüber nachzudenken, was es mir brachte und in welchem Fall es tatsächlich Sinn machte ..



Was MAN nicht macht, das mache ich (Teil I)

Dieses MAN, wer oder was ist das eigentlich? Ich bediene mich auch immer wieder dieser Verallgemeinerungen, obwohl ich weiß, dass es dieses MAN nicht gibt. Ich müsste eigentlich ständig differenzieren. Vielleicht sollte ich besser von Tendenzen sprechen, doch selbst die sind immer relativ. Das macht die Sache so kompliziert.

Was macht MAN also und was nicht und wer gibt uns das vor? Jeder Bereich in unserem Leben funktioniert nach seinen eigenen Regeln. Noch längst nicht immer passen Sie zusammen, weil es keine einheitliche Regel für alles gibt, oder etwa doch? Ich war die ganze Zeit auf der Suche nach einer Gemeinsamkeit, eines roten Fadens.

Christen predigen: “Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst!” und verhalten sich im Alltag nicht selten ausgesprochen unchristlich ihren Mitmenschen gegenüber. Die Politik will uns Menschen lenken, und weiß selbst nicht, wie man ans Ziel kommt. Moral verbietet etwas, worüber zwei Menschen sich nicht einmal einigen könnten.Wonach soll sich eine Person richten, die schließlich nicht alleine auf dieser Welt lebt und in einem bestehenden System bestehen will?

Meine Handlungsmaxime beruhen nicht auf den klassischen Vorgaben der Moral, Politik oder Religion als solche, sondern verknüpfen diese in den Punkten, die ICH für richtig halte!



Gedanken

Irgendwann machte mich jemand darauf aufmerksam, dass ich ständig am Denken sei. Nachts verarbeite ich die tagsüber gesammelten Informationen. Wenn man mich um drei Uhr wecken würde, erhielte man den genauen Lagebericht, nicht etwa eine wütende Bemerkung. Morgens stehe ich dann mit einem Impuls auf, etwas Bestimmtes zu tun. Dieses ständige Denken ist nicht immer ein bewusster Prozess. Manchmal sind es  nur Gedankenblitze, die kommen und gehen, wie sie wollen. Später lernte ich, dass man auch diesen Einfällen keinen Zutritt gewähren muss, dass man auch darüber frei entscheiden kann, WAS man denkt!

Nehmen wir einmal ein konkretes Beispiel:  Sie haben bei der Arbeit einen Fehler entdeckt und denken sofort, dass das nur Ihr Kollege verbockt haben kann. Ihr  erster Gedanke ist also, dass SIE es NICHT waren, sondern ein anderer. Jetzt suchen Sie nach Beweisen, weil Sie denken, dass es welche geben muss und man damit in der Regel besser belegen kann, dass man eben NICHT SELBST versagt hat. Zu versagen - denken Sie - ist die schlimmste Schande, die jemandem widerfahren kann. Sie gehen also zum Chef und verkünden stolz Ihren Fund. Sie tun es, weil Sie wirklich davon überzeugt sind, dass Sie etwas Gutes für die Firma tun. Die Reaktionen der Leitung sind wie von Ihnen erwartet. Am nächsten Tag bemerken Sie jedoch, dass SIE etwas übersehen hatten ..

Wie wäre es nun besser gelaufen? Wenn etwas nicht so läuft, wie es laufen soll, gibt es dafür immer einen Grund! Es hilft wenig, wenn Sie nur nach dem Schuldigen suchen. Es ist allerdings schon wichtig zu wissen, wer oder was gerade quer steht! Sie hätten diesen Fehler zur Kenntnis nehmen  und Ursachenforschung betreiben können, weil Sie denken, dass das in der Regel zur Lösung eines Problems beiträgt. Vielleicht wären Sie zuerst auch davon ausgegangen, dass es nur Ihr Kollege gewesen sein kann und hätten ihn freundlich darauf angesprochen.  Dann hätten Sie sicher relativ zügig erkannt, dass es gar nicht SEIN Fehler war  und wären damit dem wahren Grund näher gekommen. Vielleicht hätten Sie dann dabei eingesehen, dass SIE Arbeiten anders ver- und einteilen sollten ..

Vielleicht hätten Sie auch gedacht, dass Sie das nichts angeht und es nicht IHR Problem ist oder Sie hätten diesen Einfall, dass es Ihr Tischnachbar sein könnte, erst einmal verdrängt. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, wie es Menschen mit ihrer spezifischen Art zu Denken gibt. Wie auch immer SIE nun darüber denken, bedenken Sie die Folgen! Das, was SIE annehmen ist nicht zwingend DIE Wahrheit und das, was SIE denken vielleicht einfach nur das Resultat Ihrer Erziehung, der Meinung anderer? Warum entscheiden Sie sich nicht einfach dafür, das zu denken, was SIE denken wollen? 



Zu viel, von zu wenig

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Korb voller Geschenke und wollen anderen damit eine Freude bereiten. Dieser Behälter hat selbstverständlich eine bestimmte Größe und damit ein begrenztes Fassungsvermögen. Sie gehen damit zu einer Gruppe von Menschen, vielleicht sind es Kollegen, vielleicht Geschäftspartner oder einfach Freunde. Sie drücken jedem ein Päckchen in die Hand. Manche wollen sogar mehrere und andere wiederum warten erst gar nicht, bis sie eines bekommen, sondern nehmen sich einfach. Es dauert nicht sehr lange und Sie stehen mit leeren Händen da. Das ist auch kein Problem für Sie, denn Sie wissen ja, wo sie ihn wieder auffüllen können. Zuhause in Ihrer Familie, bei Ihren Kindern, laufen ganz viele kleine Körbchenträger herum, die nur darauf warten, Ihnen wieder etwas zu schenken. Das geht alles solange gut, wie es nicht zu viele werden, die etwas von Ihnen wollen oder denen Sie am liebsten etwas geben würden. Wenn Sie aber in einer Gruppe der Einzige sind, der noch etwas zu geben hat, werden Sie auch bald leer sein und wer weiß, vielleicht gehören Sie dann auch bald zu denjenigen, die es vorziehen, andere zu berauben, als selbst produktiv zu werden. Es soll nämlich auch Menschen geben, die aus einer Hand voll Nichts etwas Beachtenswertes erschaffen können. Ich höre sie gerade ihren Korb flechten ..



Work-Life-Balance ist mehr

Viele Menschen denken, dass es dabei nur um Zeitmanagement geht oder sie glauben, dass man ohnehin nicht alles im Leben haben kann und nehmen schon im Voraus  Einbußen, Niederlagen oder Misserfolge in Kauf, sie planen sie sogar von Anfang an ein. Diesen “Plan B” - für den Fall, dass etwas ja doch schief gehen könnte - habe ich auch fast immer, aber ich gehe nicht davon aus, dass ich ihn wirklich brauchen werde! Den Regenschirm mitzunehmen, weil überzeugende Fakten dafür sprechen, ist realistisch, ihn immer dabei zu haben, pessimistisch, und nie, dann wohl eher eine gleichgültige Haltung sich selbst gegenüber. Selbstverständlich kommt es auch darauf an, um welchen Schutz es geht und welche Auswirkungen ein Versagen hätte.

Das Abwägen zwischen dem, was ich machen müsste, machen sollte, gerne machen würde und dem, was ich dann umsetze, ist auch eine Form der Balance.
Ich habe mir z.B. mein Portfolio an Tätigkeiten so zusammen gestelllt, dass ich von allem etwas habe, was mich glücklich macht und, das meinen Fähigkeiten entspricht. Darin enthalten sind Arbeiten mit Verantwortung, einer Menge Freiheit, bin mal mein eigener Chef und habe auch einen. Es sind kreative Tätigkeiten und eher bürokratisch stupide Verrichtungen. Es gibt Zeiten, da muss ich da sein, Termine einhalten etc. und andere, da kann ich da sein, meistens will ich es, was am allerbesten ist.

Es könnte das alles vielleicht auch in einem Berufsbild geben. Das möchte ich nicht ausschließen. Doch dann wäre ich langfristig gebunden und das entspricht nicht meiner Natur. Es soll auch nicht bedeuten, dass ich es gut fände, wenn alle Menschen so leben wollten. Es soll lediglich Mut machen, einen Lebensstil zu entwickeln, der dem eigenen Wesen entspricht.



Wertvoll ohne Wertung

Kritik kommt den meisten Menschen recht schnell über die Lippen. Das ist ja auch am einfachsten. Der Kollege, die Freundin, der Lieferant oder Kunde, es sind immer die anderen schuld. Nicht nur, dass wir es versäumen erst einmal bei uns zu schauen bevor wir andere verdächtigen, da wird auch ständig verurteilt und bewertet. Die Aussage, für etwas zu dumm oder untalentiert zu sein, hilft dem anderen wohl kaum, es in Zukunft besser zu machen. Wenn wir es schaffen könnten, Menschen nicht mehr ständig zu kategorisieren und auf einer Skala einzustufen um uns selbst hervorzuheben, dann wäre die Lösung vieler Probleme ganz nah. Es geht nämlich nicht darum Menschen zu bewerten, sondern Verhalten zu beschreiben. Leider wird das sehr gerne verwechselt. Fehler machen wir alle und wenn es zu viele auf einmal werden oder sind, sollte man sich eher fragen, woran das liegen mag und wie man das Gleichgewicht wieder hergestellt bekommt. Wertvoll sind dann gute Ideen und eine große Portion Einfühlungsvermögen!



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