Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs sabina voice blog für Juli, 2009.
30.7.2009 von sabina voice.
Wir gehen in eine Ausstellung und betrachten voller Bewunderung die Werke eines Künstlers. Wir sprechen von Talent, von Kreativität, von persönlicher Hingabe. Sie können Techniken lernen, wie man z.B. mit Farben umgeht, wie man sie geschickt einsetzt und wie sie wirken, doch dadurch allein, werden Sie noch nicht zum Künstler. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Art und Weise, wie er Dinge anfasst. Die Kunst besteht darin, diese zu leben und leben zu lassen!
Wenn wir eine Ausbildung machen, dann zeigen uns andere Menschen, wie sie es gemacht haben und wie viele zuvor es auch gemacht haben. Doch wer kann schon mit absoluter Bestimmtheit sagen, dass das der richtige Weg ist? Wieso soll es nur einen Weg zum Ziel geben und warum muss immer der kürzere, die bessere Wahl sein? Indem wir andere lehren, so zu handeln, wie wir es wollen, nehmen wir ihnen das größte Potential, das sie haben. Wir machen sie zu Marionetten unseres Selbst.
Die Kunst des Führens verbindet das Herz mit dem Verstand, lässt Leinwand, Leinwand sein und Farben, Farben. Manchmal entstehen dabei ungewollte Effekte. Doch genau diese sind es, die das Ganze zu einem wirklichen Kunstwerk werden lassen.
Geschrieben in Erfolg, Beruf, Wirtschaft, Soziales, Lebensart, Kinder | Drucken | Keine Kommentare »
23.7.2009 von sabina voice.
In der heutigen Zeit, in der wir vom Optimierungsgedanken beseelt sind, scheint auch das Zwischenmenschliche davon angesteckt. Was macht eine Beziehung wirklich aus? Worin unterscheidet sie sich von anderen Lebensformen? Was ist es, worauf wir auf keinen Fall verzichten wollen? Die Antwort ist relativ einfach und bestechend: LIEBE und SEX!
Wie erklärt sich sonst die hohe Bereitschaft gebundener Personen, mit anderen intim zu werden? Während der Trend hin zu einer immer lustloseren Partnerschaft geht, in der es seltener als einmal pro Woche zu Geschlechtsverkehr kommt, hat ca. die Hälfte der Männer und Frauen es bereits einmal woanders getan. Obwohl der Wunsch nach Treue und Liebe zurzeit wieder hoch im Kurs steht, scheitert die Erfüllung oftmals in vorhandenen Beziehungen.
Liebe und körperliches Begehren scheinen mit einer Person auf Dauer nicht vereinbar, oder doch? Die Spaltung der Erfüllung beider Bedürfnisse auf zwei oder mehrere Menschen schien lange Zeit die Ideallösung: Der geliebte Ehepartner auf der einen Seite, die erotische Affäre auf der anderen. Und doch hinterlässt diese Zerrissenheit oftmals unangenehme Spuren und führt auch nicht zum angestrebten Wohlempfinden.
Wir wollen einen Partner lieben und respektieren können und gleichzeitig uns selbst verwirklichen und uns treu sein. Wir wollen unsere sexuellen Neigungen ausleben und trotzdem nach einer devoten Haltung im Bett vom Herren die Einkaufskisten geschleppt bekommen. Wir lassen uns gerne “nehmen” und w(s)ollen trotzdem die Madonna bleiben. Was sich überaus widersprüchlich anhört, muss nicht zwingend einer sein!
Viele Menschen leben es schon lange und machen es uns vor: Sie lieben sich, ohne Abhängigkeiten aufzubauen, sie achten sich und können zwischen Bett und Alltag trennen. Sie übernehmen Verantwortung für sich und andere und bürden sie niemandem auf. Sie erwarten wenig und geben viel. Sie sind die besten Freunde, zwischen denen es immer wieder prickelt. Sie finden die Balance von Gemeinsamkeit und Anderssein, von Harmonie und Reiz, von Spannung und Entspannung. Verpflichtungen werden zur Chance, den anderen zu beschenken. Sie nutzen die wenige Zeit, die ihnen heutzutage bleibt, für Liebe und Sex, und nicht zum Hemdenbügeln.
Es gibt sie, die Liebe ohne Knebel. Wer so leben möchte, sollte bei der Partnerwahl darauf achten, dass es sowohl genügend Übereinstimmungen gibt, als auch Gegensätzliches. Ebenso wichtig ist, dass die Kommunikation funktioniert und Sie beide das gleiche Ziel haben. Ob Sie nun dafür zusammenziehen oder lieber Ihre eigene Wohnung behalten, ob Sie sich jeden Tag oder einmal die Woche sehen, ist unerheblich. Das Maß an gelebter Nähe wird sich mit der Zeit einpendeln.
Für diejenigen, die bereits gebunden sind, kann das Loslassen tradierten Denkens eine gute Wahl sein. Es gibt immer einen Weg zum Ziel, wenn Sie ihn wirklich finden wollen!
Geschrieben in Sex, Liebe, Beziehung, Das Beste aus meinem Blog, Beobachtungen | Drucken | Keine Kommentare »
17.7.2009 von sabina voice.
.. dann achten Sie darauf, dass man sich nicht an zu viel Gutes gewöhnt! Das mag ein bisschen erschreckend klingen. Was soll daran falsch sein, viel geben zu wollen? Es ist ganz einfach: Wenn Sie - ob beruflich oder privat - von Anfang an, den vollen Einsatz bringen, also bildlich gesprochen, mit Vollgas fahren, dann müssen Sie das eigentlich immer tun. Jede Minderung würde sofort beanstandet oder gefordert, man gewöhnt sich eben schnell an einen bestimmten Standard. Wenn Sie dann nicht fähig sind, dieses Niveau langfristig aufrecht zu erhalten, dann gibt es schnell Probleme.
Sind Sie z.B. frisch verliebt, dann geben Sie super gerne, Sie sind voller Hoffnung, finden Ihren Partner toll, warum sollte es jemals anders sein? Sie werden sich an das gewöhnen, was Ihnen Ihr Partner gibt und umgekehrt und irgendwann, wenn Sie mal mit sich selbst genug Probleme haben, sind Sie vielleicht nicht mehr fähig so viel zu geben oder das - was zu erwarten wäre - zu geben und schon kommt es zu einem Ungleichgewicht!
Das soll nicht bedeuten, dass Sie von Anfang an extra wenig oder langsam machen sollen, sondern, dass Sie von Anfang an BEWUSSTER geben sollen! Um beim Auto zu bleiben: Sie fahren ja erst einmal langsam an, beschleunigen dann, bremsen mal wieder usw. Sie fahren sicher nicht die ganze Zeit auf der Autobahn? Überlegen Sie sich also vorher genau, ob Sie dieses Level langfristig halten können bzw. wollen, man wird es von Ihnen ERWARTEN!
Geschrieben in Beziehung, Soziales, Relationship, Lebensart, Balance | Drucken | Keine Kommentare »
7.7.2009 von sabina voice.
Manches kristallisiert sich erst langsam mit der Zeit heraus und wird dann immer klarer. Da wir uns in einem stetigen Entwicklungsprozess befinden, wundert mich das nicht. So scheint es meine Bestimmung zu sein, für andere den Weg frei zu machen. Nicht nur, dass ich es von Kindes Beinen an üben durfte, es macht mir auch sehr viel Freude. Es geht nicht darum, welches Problem es ist, sondern vielmehr darum, dass man es bewusst anpackt! Sie können sich vor einer Hürde aufbauen, mit viel Wissen und Erfahrung, und es trotzdem nicht schaffen, weiter zu kommen. Andere wiederum versuchen gedankenlos darüber zu hopsen und handeln sich damit nur blaue Flecken ein. Die richtige Reihenfolge entscheidet über Erfolg oder Niederlage, gepaart mit dem Glauben an sich und die Potentiale der anderen. Kopf, Bauch und Füße müssen sich einig sein, ansonsten ist noch nicht der richtige Zeitpunkt für den nächsten Schritt.
Geschrieben in Reflexion, Krise, Konflikt, Lösung, Wachstum, Beruf, Erfolg, Glaube, Motivation, Neue Wege, Wirtschaft, Arbeit | Drucken | Keine Kommentare »
4.7.2009 von sabina voice.
Wenn Sie glauben irgendwann den Moment verpasst zu haben, an dem das Übel begann, dann kann ich Ihnen lediglich mit auf den Weg geben, in Zukunft aufmerksamer zu sein. Es ist nicht eine Aktion allein, die zum Scheitern führt, sondern meist eine Kombination aus eher kleinen Missachtungen des eigenen Selbst. Wir sind bereit, Dinge zu schlucken, weil wir davon ausgehen, dass es nicht anders geht oder weil wir negative Konsequenzen erwarten oder weil wir es leider schon so gewöhnt sind. Dabei wäre es enorm wichtig, rechtzeitig ein Zeichen zu setzen. Lassen Sie den anderen erfahren, was Sie bewegt, kränkt oder verletzt. Ihr Gegenüber steht nicht neben Ihnen, er empfindet es vielleicht ganz anders, als Sie. Sprechen Sie das Problem an und für den Fall, dass Sie nicht verstanden werden, können Sie den Spieß auch einmal umdrehen. Vielleicht weiß derjenige (noch) nicht, wie sich die andere Seite anfühlt ..?
Geschrieben in Beziehung, Krise, Selbst, Soziales, Relationship, Beobachtungen, Kommunikation, Arbeit | Drucken | Keine Kommentare »